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CD Review: CRADLE OF FILTH - Damnation And A Day

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Veröffentlicht am Donnerstag 27 März 2003 07:50:48 von Zombie_Gecko
Frontgiftzwerg Dani hat mit seinen Blutsaugern mal wieder ein Meisterwerk abgeliefert!









01. A Bruise Upon The Silent Moon
02. The Promise Of Fever
03. Hurt And Virtue
04. An Enemy Led The Tempest
05. Damned In Any Language (A Plague On Words)
06. Better To Reign In Hell
07. Serpent Tongue
08. Carrion
09. The Mordant Liquor Of Tears
10. Presents From The Poison Hearted
11. Doberman Pharao
12. Babalon A.D. (So Glad For The Madness)
13. A Scarlet Witch Lit The Season
14. Mannequin
15. Thank God For The Suffering
16. The Smoke Of Her Burning
17. End Of Daze


(76:53 min)


2003 Sony Music UK (www.sonymusic.co.uk)


Line Up:
Dani Filth - Scripture And Howls
Paul - Unrepentant White Noise
Martin Foul - Keys To Ransacked Eden (plus Additional Guitars)
David Pubis - Poisoned Heart Throb
Adrian - Savage Repercussion
Sarah Jezebel Deva - Lead Angelic Voice
The Budapest Film Orchestra and Budapest Film Choir - Orchestra

(www.cradleoffilth.com)


Cradle Of Filth dürften eine der umstrittendsten Bands sein, die das dunkle Genre hervorgebracht hat. Schnell entfernte man sich vom „normalen“ Black Metal, den man noch auf „The Principle Of Evil Made Flesh“ gespielt hatte (und da schon besser war als die meisten BM-Bands) hin zu pompösem Dark Metal, für den der Begriff Black Metal viel zu limitiert war. Aufgrund der morbiden Stimmung konnte man COF aber weiterhin grob zum Black Metal rechnen. Der stetig zunehmende Erfolg rief dementsprechend Neider auf den Plan, die den Engländern Ausverkauf vorwarfen – und spätestens mit dem Deal mit Sony wurden Cradle Of Filth als Verräter abgestempelt. Dementsprechend gespannt durfte man das neue Album erwarten: würden sich COF verbiegen lassen, zu einer Art britischer Version von Marylin Manson meets HIM werden? Wer sich diesbezüglich Sorgen machte (oder schon die Messer wetzte) kann beruhigt sein: Dani Filth und seine (mal wieder neu gemischten) Mitstreiter gehen ihren Weg konsequent weiter. Getreu dem Motto „Stillstand Ist Rückschritt“ wird die nun vorhandene Kohle investiert, um ein noch großartigeres Album abzuliefern als die Vorgänger. Erfreulicherweise spielt das Keyboard auf „Damnation And A Day“ eine etwas weniger gewichtige Rolle als auf den Vorgänger-Alben, die schon fast etwas zu schwülstig geraten waren und das neue Material ist wieder etwas metallastiger geworden. Dafür darf dann das Budapester Film Orchester gelegentlich mitmischen, um „Damnation …“ auch opulent genug zu gestalten. Allerdings übernimmt das Orchester eher den Part eines eigenen Instruments und wird dazu gebraucht, um gewisse Parts hervorzuheben oder die Musik zu begleiten, ohne dazu missbraucht zu werden, eventuelle Soundlöcher zu zu stopfen. Und genau das ist die Stärke von „Damnation And A Day“: Cradle Of Filth fahren einen enormen Aufwand auf, haben das Album bis ins letzte Detail ausgetüftelt und einen absoluten Kracher produziert. Aber man setzt alle Elemente so ein, das „Damnation…“ zwar pompös wirkt, aber nicht den Hang zum Kitschigen hat, der auf den letzten beiden Platten latent vorhanden war. Was den Sound betrifft, kann man Cradle Of Filth nur bescheinigen, alles richtig gemacht zu haben. „Damnation …“ ist eine Art düstere Metal-Oper, und die hätte man wohl nicht besser soundtechnisch umsetzen können. Und wenn es gehen sollte, werden COF diejenigen sein, die die Messlatte höher legen.
Um auf die Musik zu sprechen zu kommen: Cradle Of Filth haben „Damnation …“ in vier Parts mit jeweils 4 Songs (plus Outro) aufgeteilt, wovon der erste jeweils eine Art Intro durch das Orchester darstellt und die anderen in bewährter COF-Manier gestaltet sind. Der typische Album-Hit in Form des Titeltracks fehlt dieses Mal zwar, aber Cradle Of Filth haben keinerlei Ausfälle auf ihr neuestes Meisterwerk gepackt und Songs wie „Better To Reign In Hell“ (absoluter Kracher!!!), „The Promise Of Fever“ oder „The Enemy Led The Tempest“ stehen in der typischen COF-Tradition und dürften live ebenfalls für Begeisterungsstürme sorgen. Aber letztendlich ist „Damnation …“ ebenso wie seine Vorgänger sowieso als Gesamtkunstwerk zu sehen. Und das ist durchaus gelungen: ganz offensichtlich beeinflusst von den alten Horrorfilmen, aus denen manche Spoken Parts wahrscheinlich entliehen sind (oder sich zumindest so anhören) schafft es „Damnation …“ ohne weiteres, dem Hörer eine Gänsehaut auf den Rücken zu zaubern. Und wer sich das Ding zulegt: legt doch mal „Damnation …“ auf, „Repeat“-Taste drücken und legt euch dann zum schlafen ins Bett – ich wünsche euch angenehme Alpträume! Funktioniert zumindest bei mir hervorragend, und gegen den Film, der sich dann in eurem Kopf abspielt, sind die meisten Horrorfilme Kinderfasching!
Und um den Bogen zum Anfang zu machen: Cradle Of Filth scheißen sich einen Dreck um irgendwelche Konventionen, und wer ihnen vorwirft, den Black Metal verraten zu haben, der hat keine Ahnung! „Damnation And A Day“ ist dermaßen Metal und Black, da träumen die meisten Spinner, die besser mit Corpsepaint als ihren Instrumenten umgehen können nur davon! Cradle Of Filth haben sich hier selbst übertroffen und das mit Abstand beste Album ihrer Karriere abgeliefert – für mich Highlight des Jahres! Wir sind alle so unwürdig!

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