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CD Review: CHIMAIRA - The Impossibility Of Reason

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Veröffentlicht am Dienstag 13 Mai 2003 22:53:56 von Zombie_Gecko
New Wave Of American Heavy Metal – sagt euch nix? Mir auch nicht,aber Chimaira werden euch unter Umständen eines besseren belehren.


01. Cleansation
02. The Impossibility Of Reason
03. Pictures In The Gold Room
04. Power Trip
05. Down Again
06. Pure Hatred
07. The Dehumanizing Process
08. Crawl
09. Stigmurder
10. Eyes Of A Criminal
11. Overlooked
12. Implements Of Destruction


(58:29 min)


2003 Roadrunner Records (www.roadrunnerrecords.de)


Line Up:
Mark Hunter - Vocals
Andols Herrick - Drums
Chris Spicuzza - Electronics
Jim LaMarca - Bass
Rob Arnold - Lead Guitar
Matt DeVries - Rhythm Guitar

(www.chimaira.com)


Ob “The Impossibility Of Reason” allerdings reicht, einen neue Musikströmung zu etablieren, die in die Fußstapfen der glorreichen NWOBHM zu treten wage ich zu bezweifeln. Auch wenn die Scheibe (die berühmte dritte…) einiges mitbringt, um mächtig Staub aufzuwirbeln. Dank Colin Richardson eine Produktion, die alles niederwalzt, was sich ihr in den Weg stellt. Bratende Gitarren, die stellenweise (erfreulicherweise) an alte Helden angelehnt sind. Abwechslungsreiche Songs, die den Silberling trotz einer Stunde Spielzeit nicht langweilig werden lassen. Man hat unter anderem mit Machine Head, Slayer und Fear Factory getourt. Und Kerry King ist erklärtermaßen Fan des Sixpacks. Eigentlich kann also praktisch nichts schief gehen. Wer sich aber auf die Fahnen schreibt, gleich einen neuen Musikstil etablieren zu wollen, braucht eben noch ein bisschen mehr! Und Kerry King in allen Ehren, aber nach dem letzten Ausfall der Totschläger dürfte dessen Wort für Fans der alten Schule auch nicht mehr das alleinig gültige sein! Massgebender sind da schon eher die oben aufgeführten Bands, mit denen man schon auf Tour war, welche - erweitert um Pantera – auch als grober Richtungsweiser dienen können. Sound und Songwriting von Fear Factory beeinflusst, das Riffing von Slayer und Machine Head und Sänger Mark Hunter steht wohl neben Machine Head auch noch auf Pantera, beherrscht aber auch ruhigere / cleane Parts à la Fear Factory.
Der Opener „Cleansation“ geht gleich ordentlich ab und könnte abgesehen vom Gesang beinahe schon aus der neuen Slayer-Schmiede stammen (Slayer würde ich dafür allerdings hassen!). Mark Hunter erinnert mich etwas an Tom Angelripper und die Soli kommen sehr klassisch daher – kommt gut und m,acht Lust auf mehr. Der Titeltrack groovt auch noch ganz ordentlich und das Ding ist dermaßen eingängig (aber trotzdem eigenständig), dass er geradezu danach schreit, als Video auf den einschlägigen Kanälen zu rotieren. Allerdings hätte das Stück etwas aggressiver ausfallen können, sonst aber nichts zu meckern. „Pictures In The Gold Room“ fällt dann allerdings etwas ab und plätschert irgendwie vor sich hin – da hätte man mehr draus machen können! Dafür gibt`s mit „Power Trip“ eben denselbigen und einen Brecher vor dem Herrn, der für mich ganz klar das Highlight der Platte ist. Das Ding hat Feuer im Hintern! Mehr davon und „The Impossibility Of Reason“ wäre ein echter Hammer! Mit „Down Again“ nimmt man allerdings den Fuß wieder etwas vom Gaspedal, haut dafür aber einen weiteren Hit raus, der als Singleauskopplung irgendwo in der Ecke moderner, eindeutig von Fear Factory beeinflusster Metal ordentlich abräumen dürfte. Mit „Pure Hatred“ gibt man – passend zum Titel – wieder etwas Gas, aber auch wenn „Pure Hatred“ überdurchschnittlich ist (starke Riffs), kann man den Level der beiden Vorgänger nicht ganz halten. Auch das folgende „The Dehumanizing Process“ fällt unter die Kategorie „stark, aber nicht essentiell“, kann aber mit eindeutig Slayer-beeinflußten Riffs zumindest überzeugen und bietet für den jüngeren „Metaller“ ausreichend Hüpfpotential, um mal Luft in die Baggy Pants zu lassen. Dafür ist „Crawl“ ein ziemlich seichter Lückenfüller, der einen erst einmal verschnaufen lässt und auch nach zwanzig Durchläufen nicht hängen bleibt, ebenso wie das nach klasse Anfang deutlich nachlassende „Stigmurder“, dessen schnellere Parts wieder mal eindeutig nach Fear Factory klingen. Mich kann das Ding aber trotz dieser Tatsache nicht vom Hocker reißen…ebenso wie „Eyes Of The Criminal“, welches zwar mit eingängigem Refrain und mächtig fetten Gitarren aufwartet, das gewisse etwas aber noch vermissen lässt, obwohl die Formkurve hier wieder aufwärts zeigt. Die steigt dann beim elften Track noch mal deutlich an, weil man hier wieder einen Track auf Lager hat, der von langsam bis schnell alles bietet, lediglich mit den cleanen Gesangparts kann ich mich nicht anfreunden, dafür knarrzt der Bass umso schöner! Herausragend ist sicher das knapp dreizehn Minuten lange Instrumental am Ende der Platte, welches nach akustischem Intro nach einem eingebauten CD-Hänger (bzw. einem Effekt der klingt als ob) in einen Midtempo-Track übergeht, der quasi als Hommage an diverse Bands gedacht sein soll. Ich finde das Stück zwar aufgrund diverser Parts ganz interessant, etwas kürzer hätte aber auch gereicht.
So bleibt unter dem Strich ein Album, welches sicher aus der Masse heraus ragt und auf alle Fälle seine Berechtigung hat. Das hoch gesteckte Ziel aber, eine neue Musikrichtung zu etablieren, wird sich damit aber wohl nicht erreichen lassen. Wer aber nicht nur auf die NWOBHM steht, sollte auf jeden Fall mal reinhören!
Die Möglichkeit dazu habt ihr unter www.roadrunner de, wo es "Cleansation" als MP3 und "Down Again" als Video gibt!
"Cleansation"-MP3:
http://www.roadrunnerrecords.de/shared/downloads/Chimaira/Cleansation.mp3

"Down Again"-Video:
http://www.roadrunnerrecords.de/shared/downloads/Chimaira/DownAgain_lo.mov

Kommentare zu diesem Artikel
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Chimaira
ABOUUUUUU!!!!Das Album ist der hammer! Das Teil lief 4 Wochen hoch und runter. Man kommt schnell mit und will gar nicht mehr aufhören. Die Metalcore Kombo hats einfach drauf. Der Shouter passt sehr zum Instrumentalen. Von einem Fehlkauf ist hier keines Falls die Rede