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CD Review: Broilers - Santa Muerte

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Veröffentlicht am Montag 20 Juni 2011 20:01:10 von madrebel

Broilers_Santa_Muerte.jpg

Broilers - Santa Muerte

1. Preludio: Santa Muerte
2. Harter Weg (Go!)
3. In ein paar Jahren...
4. Tanzt du noch einmal mit mir?
5. Schwarz,Grau,Weiss
6. Verdammte Stille
7. Gemeinsam
8. 33 RPM
9. Vom scheitern (The World is yours, nicht !)
10. Alles geht weiter
11. Weckt die Toten
12. Wie weit wir gehen
13. Stossen wir an
14. Singe, seufze & saufe

People like you Records

Sammy Amara - Vocals & Guitar
Andi Brügge - Drums
Ines Smentkowski - Bass
Ron Hübner - Guitar
Chris Kubczak - Organ & Keys

Vier lange Jahre hat es gedauert, bis die Düsseldorfer Oi-Punks von den „Broilers“ endlich wieder mit einer neuen Platte um die Ecke gekommen sind und es war ein langes warten. Diese Wartezeit hat sich allerdings gelohnt, denn was der Fünfer dort aufgenommen hat, kann sich wirklich hören lassen.
Das was 2007 mit „Vanitas“ begonnen hat, welches für viele Altfans ein Verrat war, wurde hier bei „Santa Muerte“ nicht nur konsequent fortgesetzt, sondern auch noch um Längen verbessert. Herausgekommen ist ein Rockalbum, welches vor Abwechslungsreichtum, tollen Ideen und intelligenten Texten nur so strotzt. Zusätzlich ist die druck- und kraftvolle Produktion wirklich beeindruckend. Manchen mag das zwar zu überproduziert erscheinen, aber es passt absolut perfekt. Die Produktion hat übrigens Vincent Sorg übernommen, der auch schon Bands wie den „Toten Hosen“ oder „In Extremo“ einen guten Sound verschaffte.
Was hier absolut positiv hervorsticht, sind die Texte auf dem Album. Durchdacht, intelligent, teilweise vollkommen bitterböse und dabei hat die Band es geschafft, nie ins peinlich pathetische abzudriften, was nicht das einfachste Unterfangen darstellt.
Ganz besonders hervorstechend sind da beispielsweise „Verdammte Stille“, „Gemeinsam“ , „33 RPM“ und das Gänsehaut verursachende „Stossen wir an“, welches echt unter die Haut geht.
Auch das sehr tiefsinnige „Schwarz, grau, weiss“ ist in jeder Hinsicht ein Highlight. Ganz besonders die Zeilen „Die Fahnen hoch, die Augen fest geschlossen, schließ auch die Beine Mädchen, öffne ein Buch“, sind da äußerst tiefsinnig und regen zum nachdenken an.
Mit dem Lied „Vom scheitern“ hat die Band dann wohl eines der interessantesten Stücke auf dem Album platziert. Die sehr fröhlichen folkloristischen Zigeunermelodien, der Shalalachorus und die zuckersüßen Ohrwurmmelodien, dürften für viele Kontroversen sorgen. Der Text allerdings ist im Gegensatz zu den fröhlichen Melodien völlig bitterböse. Es geht inhaltlich ganz kurz gesagt um die Menschen, die meinen, ohne jegliche Qualifikation etwas im Ausland schaffen zu können und dabei gnadenlos scheitern.
Ob die „Broilers“ allerdings an einen ganz bekannten Song von „Matthias Reim“ gedacht haben, ist beim Beginn von „Wie weit wir gehen“ eher zweifelhaft, verhilft aber zu einem leichten schmunzeln. Ändert aber nichts daran, dass dieses Stück ebenfalls viel inhaltliche Tiefe hat und ganz besonders durch die Mundharmonikamelodien sehr zu gefallen weiß. Und auch sonst gibt es auf diesem Album eine Menge Highlights, die sich einem allerdings erst langsam erschliessen.

Alles in allem ist den „Broilers“ ein wirklich großartiges Album gelungen. Allerdings braucht es wirklich einige Durchgänge, bis es einen echt packt und mitreißt. Dann allerdings lässt es einen nicht mehr los und verleitet einen immer wieder dazu, die Playtaste zu drücken. Völlig lohnenswertes Album und definitiv eines der absoluten Highlights des Jahres 2011.
Fazit: Kaufpflicht !!!
 


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