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Konzert Review: Blind Guardian DÜSSELDORF PHILIPSHALLE 2002

Veröffentlicht am Mittwoch 15 Mai 2002 10:30:00 von madrebel
phpnuke.gifDÜSSELDORF / PHILIPSHALLE
1.Mai 2002
Wenn Freedom Call ein Feuerwerk der guten Laune entzündeten,
dann starteten Blind Guardian einen verdammten BLIZZARD !!!

Blind Guardian – A night at the Opera (from the first line!!!)

Ich möchte Madrebel weder korrigieren, noch sinniges hinzufügen.
Da ich jedoch das Glück hatte in die erste Reihe zu gelangen, möchte ich diesen Umstand nutzen um einige Reaktionen auf der Bühne zu schildern und vielleicht kleine Gimmicks hinzufügen, die von weiter hinten leider nicht zu sehen waren:
Zunächst einmal möchte ich anmerken, dass ich die Idee mit dem Wellenbrecher in der Mitte der Halle ziemlich gut fand,
da vor 4 Jahren in dem Kölner E-Werk die Absperrung von dem Anstrom der Fans (mitsamt voller Besatzung) in der Umbaupause um einen guten ¾ Meter nach vorne geschoben wurde;
meine Rippen haben es mir noch Wochen danach gedankt!!!
Nachdem man es sich vorne, wie üblich, bequem gemacht hat, ging meinerseits natürlich die Frage um:
„Wer zum Henker sind Freedom Call, und wie sind die???“.
Einige Die Hard Fans, die schon einen oder mehrere Gigs der Opera Tour mitgenommen haben meinten daraufhin nur mit großen Augen „Guuuuuuuuuuuuut!“.
Ich wurde nicht enttäuscht, vielmehr überrascht, als einige Nasen alle F C Texte mitsingen konnten.
So ließ ich es mir natürlich nicht nehmen, die Jungs abzufeiern. Diesmal war ich wenigstens nicht in der Minderheit, wie anno ’98, als Vicous Rumours förmlich niedergemacht wurden.
Da einige Refrains gut ins Ohr gingen, haben die meisten die Gelegenheit genutzt um sich schon mal warm zu Grölen.
Den Jungs auf der Bühne gefiel es, was an dem Grinsen mit Überbreite gut zu erkennen war. Besonders gut gefiel mir der Spruch des F C Sängers (bitte einen Akzent dazu denken der halb Schwäbisch, halb Hessisch klingt)
„Hey, däs Schaut suber ous!“,
als circa 50.000 Feuerzeuge zweckentfremdet und in die Lüfte gehalten wurden.
Auch ging die Menge gut auf die allseits beliebten Band spielt mit Publikum – Publikum spielt mit Band spielerein ein!
Leider gingen sie viel zu früh von der Bühne, zumal die Mehrheit nach Zugaben verlangte
. Naja, ich hoffe sie kommen bald wieder in die Nähe, einen neuen Fan haben sie in mir auf alle Fälle gefunden!!!
Wenn Freedom Call ein Feuerwerk der guten Laune entzündeten,
dann starteten Blind Guardian einen verdammten BLIZZARD !!!
Nach der, wie üblich, ewig erscheinenden Umbaupause die mit Rage Songs versüßt wurde, war die Menge nicht mehr zu halten.
In meinen Dunstkreis sprachen (!) alle das „War of Wrath“ Intro mit, und nicht alle wurden diesmal Blind (kleine Wortspielerei am Rande), da viele von der Letzten Tour noch wussten,
wie lange man an einer Magnesium Explosion noch was hat (ich konnte die erste Hälfte von „Into the Storm“ damals „nur“ akustisch genießen). Und ALLE Sangen!!!
Scheiß auf die Fischer Chöre, wir waren ab der ersten Minute besser!!!
Positiv Überrascht war ich von dem sehr offenen Bühnenaufbau, der freie Sicht auf alles gewährte (war auch schon mal anders).
Dem Krefelder Vierer (die Instrumentalen Söldner möchte ich nicht direkt zur Band zählen, auch wenn die ihren Job verdammt gut gemacht haben) demonstrierte ab der ersten Minute seine solche Spielfreude,
ach was, Spielgeilheit das es mich regelrecht umgepustet hat. Und diesmal habe sie die Halle gesprengt:
2 Meter hohe Feuersäulen, Magnesium Explosion (leider/Gott sei Dank nur am Anfang),
Funkenregen von unten wie von oben, Feuerkessel und Feuerrinnen wurden äußerst Effektvoll in die Show integriert.
Dazu noch eine Hammermäßig gute Beleuchtung, nicht nur Farbeffekte auf der Bühne sondern „Diaprojektionen“ auf die Weiße Leinwand im Hintergrund machten den Abend optisch äußerst rund.
Interessant waren die Reaktionen von Hansi (Sänger, wer es noch nicht weiß) und André (Leadgitarrist, für die Uneingeweihten).
Hansi war bisweilen erschreckt von dem Frenetischen Jubel der Menge und von den Chören.
Bei André wunderte es mich doch schon sehr, dass er nicht über sein breites Grinsen gefallen ist, dieses war mindestens so breit wie die Bühne.
Es gibt wohl nur einen Ausdruck für die Reaktionen der Jungs auf unseren 10 – 15 minütigen Jubel nach „Bard’s Song“.
Beängstigt!
Ich glaube, das war den Jungs nicht so ganz geheuer, bis unangenehm. Ungewohnt war es für sie auf alle Fälle.
Zitat Hansi: „Ich falle Euch ja nur ungern ins Wort (weiterhin lautes Gejubel von der Menge), aber das haben wir noch nicht erlebt!
Wir haben ja schon so ziemlich überall gespielt, aber das haben wir noch nicht erlebt!!!“
(Noch lauteres Gejubel von der Menge). Hansi schaute hilfesuchend zu Magnus (Rhythmusgitarre), der ihm mit einem festen und bestimmten Schulterzucken antwortete,
Hansi kuckt zu André rüber, der grinst ihn überglücklich an, weiß aber auch keinen Rat. Hansi schaut zu Thomen (Drums) der mindestens ratlos wie überwältigt zurückkuckt.
Und danach ging es erst richtig los, wer glaubte, die Menge war vorher schon gut dabei, der hätte die Meute nach dieser Aktion erst erleben sollen.
Ich war sprachlos, sang aber weiterhin lauthals mit, wie mindestens 99% der anderen. Es war einfach unglaublich, im Publikum hat man die Band fast nicht mehr gehört, so laut wurde gesungen!
Interessant fand ich auch, dass Hansi Acting technisch ein wenig aufgeschmissen zu sein scheint, so ganz ohne Bass vorm Bauch (der von Tour zu Tour immer mehr zu schwinden scheint), Kommentar einer Bekannten von, nachdem Hansi über die Bühne gehoppelt ist: „Hihi, wie Süß!“.
Um 23.20 Uhr war dann leider auch wieder alles vorbei (schnief), und die Hoffnung blieb, dass es bis zum nächsten mal nicht wieder 4 Jahre dauern wird (bitte, bitte, bitte).
Was ich an diesem Abend gesehen habe, war das verdammt beste Konzert was ich je gesehen habe.
Ich muss mich korrigieren, es war kein Konzert, es war tatsächlich eine Nacht in der Oper.

Doc.


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