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CD Review: BLIND GUARDIAN - Live

Veröffentlicht am Montag 02 Juni 2003 16:28:23 von Zombie_Gecko
22 Songs aus der Welttournee der blinden Wächter als Doppel-CD - das sollte eigentlich großartig sein...eigentlich! Aber auch für Lob gibt`s Gründe...


CD 1:
01. War Of Wrath
02. Into The Storm
03. Welcome To Dying
04. Nightfall
05. The Script For My Requiem
06. Harvest Of Sorrow
07. The Soulforged
08. Valhalla
09. Majesty
10. Mordred`s Song
11. Born In A Mourning Hall

CD2:
01. Under The Ice
02. Bright Eyes
03. Punishment Divine
04. The Bard`s Song (In The Forest)
05. Imaginations From The Other Side
06. Lost In The Twilight Hall
07. A Past And Future Secret
08. Time Stands Still (At The Iron Hill)
09. Journey Through The Dark
10. Lord Of The Rings
11. Mirror Mirror


2003 Virgin Records


Hansi Kürsch - Vocals
Andrè Olbrich - Lead Guitars / Backing Vocals
Marcus Siepen - Rhythm Guitars / Backing Vocals
Thomen Stauch - Drums

Gastmusiker:
Oliver Holzwarth - Bass / Backing Vocals
Michael schüren - Keyboards / Backing Vocals
Alex Holzwarth - Alex Holzwarth - Drums

www.blind-guardian.com


Um es vorneweg zu nehmen: Blind Gaurdian zählen zu meinen Faves (vor allem die alten Scheiben, der letzte Output "A Night At The Opera" hat mich nicht ganz so vom Sofa gehauen), "Tokyo Tales" ist eines der besten Live-Alben und ich hatte mich tierisch auf "Live" gefreut! Nun liegt das Teil vor mir, und irgendwie fehlt was! Im Booklet sind massig mehr oder wenige lustige Pics von Band und Fans, dafür aber außer dem notwendigsten keinerlei Texte wie zum Beispiel eine Art kleines Tourtagebuch oder ähnliches. Aber das Hauptaugenmerk soll ja auf der Musik liegen. Die ersten Höreindrücke: bombastisch! Selten hat ein Album dermaßen viel Live-Atmosphäre versprüht (außer vielleicht Bootlegs, die dann aber nie und nimmer einen dermaßen geilen Sound haben) und den Hörer vom Sofa direkt vor die Bühne geholt! In dieser Hinsicht: volle Punktzahl! Besser hätte man den Sound wahrscheinlich nicht machen können. Da hört man jedes Instrument, die Fans kommen Blind Guardian-üblich zur Geltung und übernehmen schon Mal den Gesang beim auch als Single veröffentlichten "The Bard`s Song (In The Forest)", man spürt über die gesamte Laufzeit von circa 2 Stunden, welchen Spaß die Band bei ihren Auftritten hatte - und natürlich die Fans, die wie gesagt einen großen Part des Albums einnehmen. Auch was Anzahl und Auswahl der Songs betrifft, kann man nicht motzen. Positiv in meinen Augen, daß die alten Alben nicht zu kurz kommen. Gerade Krachern wie "Welcome To Dying" tut der neue Anstrich gut.Die wichtigsten Vorraussetzungen für ein geniales Livealbum hat man also eigentlich auf der sicheren Seite.
Leider hat das einfallsreich "Live" betitelte Doppelalbum aber auch seine Schattenseiten! Den übelsten Fehler bei zusammengeschnittenen Livealben, nämlich Pausen zwischen den Songs hat man zum Glück nicht begangen, insofern fiele es kaum auf, daß "Live" in 19 verschiedenen Orten mitgeschnitten wurde. Löblich auch, daß man diese Version statt nur eines Konzertes wie seinerzeit bei "Tokyo Tales" gewählt hat, um den Fans die jeweils beste Version der Songs zu bieten. Dann muß ich mich aber fragen, warum Hansi`s Gesang beispielsweise bei "Valhalla" alles andere als berauschend ist. Und um beim Thema Gesang zu bleiben: der Nachteil gerade bei Blind Guardian ist, daß sich auch die Fans, die ja bekanntermaßen eine große Rolle spielen, etwas unterschiedlich anhören, was aber zu verschmerzen wäre. Schwerer wiegt da der Makel, daß die Ansagen zwischen Englisch und Deutsch wechseln - da hätte ich persönlich eine einheitliche Lösung vorgezogen. Da wird sich auf italienisch bedankt, um nur wenige Songs später das Stuttgarter Publikum zu begrüßen, dann mal wieder englisch... Den Vogel schießt man allerdings nach "The Bard`s Song" ab: minutenlanger Beifall, Hansi freut sich auf deutsch, Beifall - und plötzlich geht`s auf Englisch weiter bevor man mit "Imaginations Fromk The Other Side" wieder einsteigt! Das trübt das Hörvergnügen dann doch etwas.
Unterm Strich ist "Live" sicher ein überdurchschnittliches Album, und abgesehen von den oben erwähnten Mäkeln wäre sicher auch "Referenzklasse" angebracht gewesen. Für Blind Guardian-Fans eh Pflicht, können auch Nicht-Fans sich einen Eindruck über die Live-Qualitäten verschaffen bzw. über einen gut gelungenen Querschnitt über das bisherige Schaffen der Band. Ich aber bin ehrlich gesagt etwas enttäuscht! Um den Vergleich zu "Herr Der Ringe" zuziehen: man thront weit über dem Durchschnitt, aber die Erwartungen waren letztendlich zu hoch angesetzt, um sie erfüllen zu können...

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