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Konzert Review: BBR-X-MAS-FESTIVAL: TANKARD, TIEFLADER, RAWHEAD REXX, ZATOKREV - 12.12.2003, Mar

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Veröffentlicht am Samstag 13 Dezember 2003 14:56:51 von Zombie_Gecko
phpnuke.gifVolle Packung zu Weihnachten und Tankard liefern auch vor ein paar Hanseln Leerstunden in Sachen Livegigs ab!




Badd Boyzz Roxx hatten geladen und nur wenige kamen – eigentlich unverständlich, angesichts der Tatsache, das neben Tankard ursprünglich auch noch Holy Moses auf dem Programm standen. Außerdem musste das Konzert aus brandschutztechnischen Gründen von der Stadthalle ins Jugendhaus Planet X zurück verlegt. Leider konnten wir erst um 19:00 da sein, weshalb wir Nuclear Warfare, Scorange, Mirror Of Deception und Buffer verpassten, während Blackened wohl komplett ausfielen bzw. eine Ersatzband gebucht wurde. Dafür kamen wir aber noch rechtzeitig, um einige Songs von ZATOKREV zu erleben. Das Trio zockte vorwiegend SloMo-Death mit gelegentlichen Geschwindigkeitseruptionen, der ausser drei bis vier unentweckten Gestalten vor der Bühne nicht großartig begeistern konnte. Überhaupt war die Besucherzahl zumindest bis dato erbärmlich gering, was wohl kaum an den Eintrittspreisen (12€ VVK, 15 AK) gelegen haben dürfte. Der Sound tat bei Zatokrev ein übriges, um den Genuss in Grenzen zu halten. Das man auch flotter zu Werke gehen kann bewies man mit Entombed`s „Jesus Christ“, was wirklich gelungen war und auch Applaus einbrachte. Den dadurch entstandenen guten Eindruck ruinierte man dann allerdings postwendend mit einer mehrere Minuten langen Rückkopplungsorgie und anschließendem Noise-Geschredder, so dass ich persönlich froh war als es vorbei war.
Wesentlich besser zu gefallen wussten die nach viertelstündiger Umbaupause auf der Bühne stehenden TIEFLADER zu gefallen. Mit ihrem frischen Thrashcore konnte man schon deutlich mehr Leute vor die Bühne locken, was sicher auch der Verdienst des Sängers war, der den bescheiden vorhandenen Platz ordentlich ausnutzte und das Publikum regelmäßig anfeuerte. Lediglich die Abwechslung liess bei Tieflader etwas zu wünschen übrig, ansonsten war alles in Butter. Sound gut, technisch sauber, flott, Stimmung gemacht – so soll es sein!
Dann hieß es die Gerstensaftvorräte auffüllen, denn da TANKARD am nächsten Tag wieder ganz woanders auf die Bühne mussten, war man im Billing nach vorne gerutscht. Gerre sagte kurz Hallo, nach seinem Befinden nach unserem Treffen auf dem Bang Your Head befragt winkte er nur noch ab mit den Worten „frag nicht“, verzog sich wieder hinter die Bühne und kurz darauf legten die Altmeister eine Leerstunde in Sachen Livegig für alle anderen Bands ab. Inzwischen war auch der Zuschauerraum mit geschätzten 60 Leuten recht voll, und die Hessen legten gleich los wie die Feuerwehr. Bejubelt bereits beim Erscheinen gaben Tankard ordentlich Gas, nutzten die Bühne natürlich voll aus und zockten sich durch ihr Best Of-Programm. Statt dem immer wieder geforderten „(Empty) Tankard“ gab`s altes und neueres, wobei es den Moshern in den ersten Reihen piepegal war, ob sie die Rübe bei „Zombie Attack“ oder „Need Money For Beer“ schüttelten, zu „New Liver Please“ pogten oder „Alien“ mitgröhlten. Dankbar wurden die von den Tankards verteilten Bierchen angenommen (natürlich revanchierte man sich auch wieder) und munter weiter Party gefeiert, Tankard mit Applaus bedacht und Gerre`s Bauch getätschelt. Da er sich (voerst) nicht durchringen konnte sein Shirt auszuziehen, zog die erste Reihe eben blank, und auch die ersten Diver fanden sich auf der Bühne ein, wurden brav nach der Landung hoch gezogen und weiter ging die Party. Gerre nahm die Situation, in einem kleinen Jugendhaus vor ein paar Nasen spielen zu müssen mit einer gehörigen Portion Sarkasmus und meinte „Es gibt ja noch Plattenfirmen, die uns unter Vertrag nehmen. Jetzt kommt die Single, zu der es auch einen Videoclip auf MTV und VIVA gibt, der uns schweinereich macht – „Rectifier“!“. Wie gewohnt sorgte auch „Rectifier“ wieder für fliegende Haare – wie auch das als „neuer Song, haben wir noch nie live gespielt“ angekündigte „Queen Of Hearts“, was ebenso wie alle anderen deutlich flotter als auf Platte gespielt wurde. Matchwinner war dann das in knapp doppelter Geschwindigkeit gethrashte „Chemical Invasion“, bevor Gerre eine neue Kiste Bier für Frank forderte, da dieser sonst durchdrehe. Die kam dann auch in Form einer leeren Kiste, wobei die Security den „Übeltäter“ prompt aus der Halle beförderte. Daraufhin kam die Forderung nach „Freibier“ eben in musikalischer Form, wobei Gerre die Zeile „Freibier für alle“ von der halbnackten ersten Reihe singen liess (Mann bin ich heiser…). Danach war erst mal Schluß, bevor Tankard zum obligatorischen „(Empty) Tankard“ zurück auf die Bühne gebrüllt wurden, was man zwar schon besser gespielt hatte, aber trotzdem noch mal ordentlich abräumte – inklusive Pogo, Divern etc.! Dann war leider nach geschätzten 70 Minuten Schluß, Tankard ernteten noch mal Applaus und kümmerten sich dann um ihr Feierabend-Bier.
Die nachfolgenden RAWHEAD REXX hatten dann natürlich nicht mehr den Hauch einer Chance, dieses biergetränkte Thrash-Inferno zu toppen. Technsich war der True Metal einwandfrei, aber irgendwie auch schon tausend mal gehört, weshalb wir nach der Hälfte des Sets auch den Heimweg antraten, da der Fahrer am nächsten Tag raus musste und deshalöb auch nicht mehr auf Rawhead Rexx warten wollte.
Unterm Strich ein lustiger Abend und ein gut gemischtes Bandprogramm. Lediglich die Security erwies sich mit überhartem Durchgreifen als Störfacktor.

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THEMA GEKLÄRT!
Habe gerade mit Mario von BBR telefoniert, es hat sich herausgestellt, dass es einfach einige Missverständnisse gab, die beide etwas überinterpretiert haben und die aus der Welt geschafft wurden. Auslöser des ganzen Bullshits war der Typ, der mir (glaubhaft) die falschen Infos gab, den aber Mario nicht einmal kennt! Und da - als ich kam - nur Securitys an der Kasse sassen, hatte mir auch keiner die aktualisierte Setlist gegeben, was eigentlich kein Problem gewesen wäre. Der Sound ging auf das Konto des Planet X, ebenso wie die erst Freitag nachmittag gestartete Plakatieraktion. BBR sind ziemlich angefressen, weil sie nun von allen Seiten auf`s Dach bekommen und haben bei der Geschichte heftig drauf gezahlt!

Die ganze Geschichte wurde von uns beiden geklärt, ich werde versuchen nächstes Jahr zu Holy Moses zu kommen und wir haben beide beschlossen, die ganze Geschichte unter "dumm gelaufen" zu verbuchen...