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Zur Meinung von Amazon

BYH 2004: BANG YOUR HEAD 2004

Veröffentlicht am Donnerstag 08 Juli 2004 23:23:15 von madrebel
phpnuke.gifNeues Jahr, neues Glück und wieder einmal ging es ab nach Balingen.


Bang your Head 2004


Neues Jahr, neues Glück und wieder einmal ging es ab nach Balingen.
Und direkt fuhr man mit 2 Frischlingen dorthin, die dann das Festival wirklich genossen. Und nach einer knapp 6stündigen Fahrt und nach mehrmaligem verfahren, schaffte man es endlich um Punkt Mitternacht dort aufzuschlagen. Ein Dank geht an dieser Stelle an die zwei unbekannten, die mir im halbdunkel halfen, mein Zelt aufzubauen.

24.06.2004

Nun, nach dem ersten Einstandsbier, ein wenig beschnuppern der Nachbarn und der kurzen Nachtruhe, ging es dann morgens pünktlich mit den “Ruffians“ los. Und der insgesamt zweite Auftritt in Europa(man hatte am Vorabend noch im WOM gespielt), kam dann bei den ersten Frühaufstehern richtig gut an. Die Truppe legte eine echte Spielfreude an den Tag, hatte Spaß am spielen und heizte den anwesenden schon mal gut ein. Geiler Gig.
Die nachfolgenden “Shok Paris“ machten danach ihren Job zwar gut, wirkten aber im Vergleich etwas langweilig. Trotzalledem war der Auftritt in Ordnung.
“Kingdom Come“, die alten Hamburger Hardrocklangweiler baten danach zum Stelldichein. Für die Altrocker unter den Besuchern war es natürlich ein Großereignis. Für den Rest war es dann eher die Aufforderung, sich gemütlich an den Bierbuden zu tummeln. Frontmann “Lenny Wolf“ klang nach eigener Einschätzung wie eine Mülltonne, aber so schlimm war es dann doch nicht. Schön übrigens, wenn man sieht, daß Frontmänner sich für die Bühne nicht auftakeln, sondern auch mal in Jeans und T-Shirt auf die Bühne gehen.
Nach einer längeren Pause meinerseits verschlug es mich dann wieder zur Bühne um mir “Blaze“ zu geben. Der Ex-Maidenfronter machte dann seinen Job wirklich gut, aber irgendwie wirkte es ein wenig zu steril. Nicht das die Performance schlecht war, aber irgendwas fehlte da. Der Hauptaugenmerk lag bei seinem Auftritt auf der aktuellen CD, jedoch vergaß er auch den alten Krempel nicht, wie z.b.“Silicon Messiah“ und natürlich “Man on the Edge“. Irgenwie muß ich aber auch sagen, daß mir der Mann wirklich leid tut. Bei einer wirklich großen Band gesungen, wirkt es jetzt, als wird er als Pausenfüller von Festival zu Festival und von kleinem Clubgig zu kleinem Support geschickt. Irgendwie bemitleidenswert.
Jetzt wurde es aber Zeit für ein wenig gepflegtes Extremposing.“Primal Fear“, das Poserorchester unter der Leitung von Dirigent “Ralf Scheepers“, beglückte die Menge mit gepflegtem Powermetal der mittelmäßigen, dennoch unterhaltsamen Sorte.
Stimmung gab es jetzt zuhauf, es wurde Granate an Granate abgeschossen. “Chainbreaker“, Running in the Dust“ oder auch “Nuclear Fire“ waren nur einige davon. Das Publikum hatte Spaß ohne Ende, die Band auch. “Mat Sinner“ machte eine echt gute Figur und im großen und ganzen war der Gig wirklich bemerkenswert unterhaltsam.
Zwischenzeitlich rannte im übrigen ein Bruder des Königs von wacken über das Gelände, der mit nichts anderem bekleidet war als einen Stiefeln, seiner Kutte und ein paar bunten Wollfäden an seinem Glockenspiel. Insbesondere die Situation, als er sich vor einer holden Dame auf dem Boden schmiss, um sie mit leichten kopulationsähnlichen Bewegungen zu selbiger zu verführen, wirkte äußerst belustigend. Leider wurde der wackere Gesell dann von zwei netten Männern im grünen Anzug vom Gelände gebracht, um mal eben duschen zu gehen. Very amusing, indeed.
Nach dieser kurzen Episode in Livecomedy, ging es weiter im Programm. Es wurde Zeit zum moshen. Und dies wurde wirklich bis zum Exzess durchgezogen. “Anthrax“ betraten die Bühne und von nun ging es Schlag auf Schlag.“N.F.L,“, “Indians““Got the Time“, “Caught in a Mosh“ oder auch“Antisocial“, es ging auf einmal zu wie in einem Irrenhaus. Wahnsinn was die alten New Yorker um den derzeit einzig beliebten Bush da auf die Bretter legten. Die Menge tobte, bangte, pogte, es war der Wahnsinn. Für viele war es der bis dahin beste Auftritt des Tages und der sollte da auch wohl nicht mehr getoppt werden.
Danach gab es eine kleine Reise in die Alpen.“Gotthard“ rockten ohne Kompromisse wild drauflos. Nichts weltbewegendes, aber es war echt geil, was die alten Herren da ablieferten. Cooler und schnörkelloser Hardrock, der wirklich zu begeistern wusste.
Nun wurde es edel. Und das wirklich extrem stark. Dazu für wohl viele der wohl am sehnsüchtigsten erwartete Auftritt des Tages.“Queensryche“ betraten die Bühne. Und die Fans jubelten. Im Vorfeld gab es Gerüchte, man würde einiges Stücke des Götteralbums “Operation Mindcrime“ spielen. Diese Gerühcte erwiesen sich dann mehr als nur wahr. Man spielte nicht einige, sondern gleich das komplette Album. Der helle wahnsinn. Lieder machte der Soundmann dem Genuss einen kleinen Dämpfer, dies jedoch hielt niemanden davon ab, die Truppe aus Seattle abzufeiern, wie es nicht mehr besser ging.
Die Bühnenperformance war grandios. “Geoff Tate“ ließ wirklich alles aus sich heraus und auch die Darstellung der Sister Mary durch “Pamela Moore“, die immer wieder in anderen Kleidern auf die Bühne kam, war einfach grandios. Die Truppe wurde regelrecht abgefeiert.
Wahnsinnig geiler Auftritt. Leider gab es mit “Take hold of the Flame“ nur noch eine Zugabe, aber letztenendes konnte man mit dem Auftritt wirklich mehr als nur zufrieden sein. Mir hat es echt Spaß gemacht.
Langsam ging es dann dem Ende zu, jedoch sollte noch eine weitere Legende auftreten. Und nach einer etwas längeren Umbaupause war es dann auch endlich soweit.
Der Lehrmeister aller Düsterrocker, der Urvater aller Marylin Mansons kam auf die Bühne. “Alice Cooper“. Und er stieg direkt mit “No more Mr. Nice Guy“ ein. Und in den nächsten 90 Minuten gab es eine durchaus zufriedenstellende Show, die mit leichten Horrorelementen versehen war, vielen neuen Songs, die kaum einer kannte und natürlich auch diversen Klassikern. Aber das kann man ja auch wohl erwarten.
Der alte Mann verstand es wirklich, das Publikum zu begeistern, aber nach mehr als 30 jahren im Geschäft ist das auch kein Wunder. Showtechnisch gab es nicht allzuviel, außer einem geilen Drum und Gitarreninstrumental, inklusive Musikerduell, einer Attacke einer Strassengang, einem Kampf mit einer kleinen Strassenkämpferin(Alice Cooper seine Tochter) und dem schnell Halsaufschlitzen selbiger Person.
Den Song "I´m 18" kommentierte dann ein Nebenmann ganz lapidar mit dem Spruch,"Das glaub ich nicht" und widmete sich wieder seinem Handy, wo er just in dem Momentr die Nachricht erhielt, daß seine Mannschaft in das Viertelfinale eingezogen war.(Mittlerweile sind die Europameister).
Der Auftritt war dann im großen und ganzen wirklich zufriedenstellend, aber alles andere als überragend und denkwürdig. Mit "School´s Out" entließ man den Mob dann in die Nacht und schon war der erste Tag auf dem "Bang your Head" schon wieder vorbei.


25.06.2004

Der zweite Tag brach an und es ging direkt los, mit einer der momentan beliebtesten deutschen Powermetalbands. Die Rede ist von "Majesty", die in der folgenden halben Stunde für die Uhrzeit richtig geile Stimmung machten. Fronter Tarek poste sich einen Wolf, aber auch der Rest der Band stand ihm in nichts nach. Und mal ehrlich, wenn man morgens als erstes richtig gepflegt "Heavy Metal Battlecry, Hail, Hail, Hail" grölen darf, dann kann es ja nur ein toller Tag werden. Das sahen eine Menge anderer Banger genauso und deswegen war auch schon tierisch viel los. Der eine oder andere fand den Gig zwar etwas durchschnittlich, aber mal ehrlich, um 10.00h morgens Party machen kann nicht jeder. Also, ?"Bring it into the Stadium".
Die nachfolgenden Stunden waren dann der Jagd nach Frühstück, Mittagessen, Eiswürfel, Sangria und dem Sinn im Unsinn gewidmet.
Dies war auch der Grund, daß ich erst wieder zu "Death Angel" aufschlug, die von Anfang an keine Gefangenen machten. Die Kultthrasher gingen ab ohne Ende und konnten ähnlich wie "Anthrax" am Tag davor mehr als nur begeistern. Die Menge moshte wie wild und bekam definitiv nicht genug. Auch mein Nacken tat danach noch ziemlich weh. Und wer Kultnummern wie "Evil Priest" und ähnliches im Repertoire hat, der kann nur gewinnen. Leider war nach einer Stunde wieder Schluß, aber in der Zeit ließ man keine Stein auf dem anderen. Achja, wähernd des Auftritts konnte man auch einen sichtlich angeheiterten Frontbarden einer Frankfurter Kapelle bestaunen, der sich biertrinkenderweise auf einem Stapel Autoreifen zwischen zwei Mülltonnen niederließ, um gepfelgt zu moshen und sein Bier zu trinken. Schien ihm sichtlich Freude zu bereiten.
Danach gab es eine nette Übergabeaktion an den Verein Feuervogel, ein Verein der sich um Opfer sexuellen Mißbrauchs kümmert. Eine Clique begeisterter Balingenbesucher hatte sich die Balingenmonster aus Holz gebastelt und bemalt und zum versteigern freigegeben. Insgesamt kamen 500€ für den Verein zusammen und sowohl Vereinsvorsitzende, die Bastler und auch der Käufer befanden sich bei der Übergabe auf der Bühne. Negativ stieß mir dann allerdings das dumme Geprolle diverser Fans auf, die mit Bechern auf die Bühne warf und sich deswegen einen Rüffel vom "Horst Odermatt" einfingen. Vollkommen zu Recht. Bei solch ernsten Dingen stört man einfach nicht. Punkt, Ende, aus.
Jetzt wurde es mal wieder gediegen und entspannt."Magnum" betarten die Bühne. Tja, für die ältere Garde war es gewiß eine Freude die alten Herren zu sehen, aber mir war es doch etwas zu ruhig. Trotzdem, recht easy Listening, was die Großväter dort boten.
Nicht minder ruhig, aber um einiges relaxter ging es bei "UFO" zu. Eine Stunde wirklich guter Hardrock der alten Schule, der mit "Rock Bottom" und natürlich "Doctor, Doctor" mehr als nur zu gefallen wusste. Ein kleiner Höhepunkt an diesem späten Nachmittag.
Jetzt aber war es endlich soweit. Der Platz vor der Bühne wurde immer dichter, ein kurzes Intro und ab dafür. "Sebastian Bach" flitzte auf die Bühne wie ein Derwisch und knallte der jubelnden Menge ersteinmal "Slave to the Gind" vor den Latz. Und in der folgenden Stunde gab es haufenweise Hits aus alten "Skid Row" Zeit. Ob es Rock Bottom" war, "Sweet little Sister", "I remeber you und natürlich 18 and Life". Und ganz ehrlich, als dieser Song lief, liefen mir die Tränen vor Freude aus den Augen. Der ewig 19jährige machte Stimmung ohne Ende, furzte zwischenzeitlich auch mal eben seine Baqnd an. Ja, es ist schön ein Rockstar zu sein. Lobte die deutschen Metallgenden und zockte mal eben "Balls to the Wall" an. Hey, das sollte er mal im Duett mit dem alten Udo singen. Ein Besucher in der ersten Reihe durfte allerdings dran glauben. Aber selbst schuld. Was zeigt er dem Herrn Bach den Effe und das ohne Pause ? Er reagierte für seine Art aber recht souverän. "If you don´t like it, get the fuck out of here" und ließ ihn mal eben von der Security entfernen. Irgendjemand warf dann ein "Fuck Bush" Shirt auf die Bühne, was von "Sebastian Bach" aufgehoben wurde und er daraufhin lauthals "Fuck War" in das Publikum brüllte. Dieses war Anlaß, mal eben "Monkey Business" rauszuhauen und er ließ es sich nicht nehmen, dieses Song durch den "Time Warp" zu unterbrechen.
Aber eine Stunde vergeht schnell und irgendwann war es auch leider wieder vorbei. Aber die einhellige Meinung war, der kann ruhig nächstes Jahr wiederkommen. Es wäre begrüßenswert.
Danach betraten nach einer viel zu langen Umbaupause "Testament" die Bühne. Leider war der Gig sehr langweilig und uninspiriert. Hatte die Jungs echt schon mal um Längen besser erlebt. Nach knapp 40 Minuten drehte man den Jungs dann auch den Strom ab, weil der Zeitplan nicht mehr eingehalten werden konnte. Davon ließen sich die Jungs aber nicht beeindrucken und spielten mal eben locker weiter, bis man sie von der Bühne komplimentierte. Nuja, ganz schnell vergessen, die Nummer.
Jetzt war es soweit. Die letzte Band am Wochenende betrat die Bühne und mobilisierte nocheinmal die letzten Kräfte der Besucher. Nun, und es war wirklich mutig "Iced Earth" als Headliner zu buchen. Mit dem "Ripper Owens" hatte man ja auch einen guten Sänger gefunden. Leider ist er immer noch ein miserabler Entertainer und auch hier scheinbar nur Marionette der Band. Was songmäßig noch in Erinnerung blieb, waren "Melancholy" und eine der Nummern vom umstrittenem neuen Album. "Gettysburg", und das schön patriotisch und stolz. Dazu grinste einem von Anfang an die Konföderiertenflagge an. Und ganz ehrlich. Eine Band, die sich nicht zu blöde ist, so eine Drecksflagge zu präsentieren, die die Unterdrückung der Sklaven symbolisiert, kann mich mal kreuzweise. Und wer dazu noch einen Gig auf "08/15" Manier runterreißt, sowieso.

Die darauffolgenden Stunden, verbrachte man dann noch mit einigen Kumpels feiernd im Partyzelt, um irgendwann betrunken in sein Zelt zu fallen. Leider war es dann am Sonntagmorgen endgültig vorbei, man verabschiedte sich von seinen Nachbarn und wünschte noch auf ein neues in 2005. Es war mal wieder ein megageiles Festival !!!

Grüße möchte ich an dieser Stelle noch entrichten an Buffo, Gerre, Ari, Pan, Higgins, den Deathperados, der anwessenden Redaktion von Powermetal.de, Cass vom Wallsoffire, Thomas und Lela, die mich mitgenommen hat. War geil mit euch.
Cya in 2005 !!!

madrebel


Kommentare zu diesem Artikel
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Re: BANG YOUR HEAD 2004

herzilein, du hast so recht mit dem, was du über den geliebten se*****ian geschrieben hast. dafür nen schmatzer aus der ferne.


GET THE FUCK OUT!!!


lela

Re: BANG YOUR HEAD 2004

PRIMAL FEAR waren definitiv der Gewinner des BYH 2004 !


Das ist Metal !