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Zur Meinung von Amazon

BYH 2004: BANG YOUR HEAD 2003 !!!

Veröffentlicht am Samstag 05 Juli 2003 18:56:57 von madrebel
phpnuke.gifBang your Head 2003 !!!
Wieder einmal ein geniales Festival !!!
BANG YOUR HEAD / BALINGEN !!!


Nach der Ankunft am Donnerstag Nachmittag schafften wir es gerade noch rechtzeitig, die Zelte aufzustellen und die sengende Hitze mit einem Bier zu bekämpfen, bevor uns dann ein mit allen Wassern gewaschenes Sommergewitter unter den Pavillon trieb, der aufgrund von Überfüllung allerdings nicht verhindern konnte, das meine Hose nach 10 Minuten klatschnass war. Da es aber kurz nach dem Gewitter sofort wieder heiß war, war das nicht weiter tragisch. Abends dann noch eine Runde über das Gelände, ein paar Begrüßungsbierchen hie und da und irgendwann ging`s dann ins Zelt um am nächsten Tag wieder fit zu sein. Wobei Frau Sonne uns da wieder einen Strich durch die Rechnung machte, indem sie bis zum obligatorischen Morgenschiss auf den erfreulich sauberen Dixies die Zelte bereits wieder in Brutkästen verwandelt hatte. (Zombie)

Freitag, 27.06.03

Nach dem obligatorisch-ekligen Dosenfrühstück ging es am Freitag gegen 12 los, um noch den letzten, relativ uninteressanten Klängen von ROB ROCK zu lauschen. Als Opener ging der Hardrock ja ganz in Ordnung, aber wie man die Leute auf dem trotz der frühen Uhrzeit schon recht gut gefüllten Gelände wirklich wach macht, zeigten dann AMON AMARTH! Bereits die ersten Takte von "Death In Fire" genügten um die ersten Reihen in eine Extase zu versetzen, die den kompletten Auftritt über andauern sollte. .Hellwach, mit Bombensound und Krachern wie „Versus The World“, „Where Silent Gods Stand Guard“ und dem abschließenden „Siegreicher Marsch“ räumten die Wikinger ordentlich ab, verbreiteten Spielfreude, rannten auf der gesamten Bühne herum und bestätigten einmal mehr, dass Amon Amarth zum besten gehören, was die Death Metal-Szene derzeit zu bieten hat. Mit „Wir gehen jetzt saufen!!!“ verabschiedete man sich und machte wieder Platz für etwas gemäßigtere Klänge. (Zombie)

Eigentlich hatte ich mich auf die um 18:05 Uhr die Bühne enternden SODOM ja gefreut. Aber scheinbar läuft Sodom nur noch als Sideproject neben Onkel Tom her und ist eine willkommene Nebenerwerbsquelle. Dementsprechend motiviert bzw. unmotiviert war dann auch die Bühnenshow (sofern als solche zu bezeichnen…), die Ansagen von Angelripper waren einfach nur arm und letztendlich waren sowohl Band als auch Publikum froh, als das Trauerspiel nach knapp einer Stunde vorbei war.

Den nun folgenden HAMMERFALL merkte man ihr ausgedehntes Tourprogramm rund um den Globus allerdings auch an. Leider nicht nur daran, dass die Band gut aufeinander eingespielt war, sondern auch an einem durchschnittlichen Gig. Zwar kann man mit Songs in der Hinterhand wie „Hearts On Fire“, „Crimson Thunder“, „At The End Of The Rainbow“ und natürlich „Hammerfall“ nicht allzu viel falsch machen, aber eine mitreißende Performance sieht auch anders aus. Wobei man an dieser Stelle auf gewisse Art und Weise alle Bands in Schutz nehmen muss, denn die affenartige Hitze machte mit Sicherheit auf der Bühne noch weniger Spaß als im Zuschauerraum, wo schattige Plätze sehr gefragt waren. Nach Getränkeständen, die ebenfalls gut frequentiert waren, was dank dem Bon-System auch reibungslos klappte – von gewissen schnarchnasigen Bedienungen mal abgesehen…

Was danach jedoch kam, war einfach göttlich. Ex-Rainbow und Black Sabbath Fronter RONNIE JAMES DIO“ enterte die Bühne und von Anfang an ging die Post ab. Zwar startete er mit Material vom „Killing the Dragon“ Album, aber als er dann in der Klassikerkiste wühlte, erhöhte sich die Stimmung um ein vielfaches.
Die Menge tobte und dazu einen Knaller nach dem anderen, „Heaven and hell“, „Last in line“, „Holy diver“, „We rock”, “Don´t talk to strangers”, "Long live Rock ´n´ Roll" usw.... Der kleine Sangesgott wusste, wie er das Publikum heiß machen kann. Absolute Spitzenklasse, was dort abgeliefert wurde. Einfach ein würdiger Headliner.

Samstag, 28.06.03 Mein persönlicher Opener am Samstag war dann ein Nudeltopf einer großen Handelskette, der mir den Magen erst mal gründlich verdarb. Allzu verlockend war das Essensangebot auf dem Gelände jedoch eh nicht, da man (außer für Pommes) mit 3,50 € aufwärts dabei war, wodurch das nicht weiter tragisch war. Schlimmer da schon die Hitze, die gnadenlos herabbrannte und den Spaßfaktor doch deutlich senkte. Auf dem Gelände gab`s dann noch die letzten Töne von ANGEL WITCH, die ebenso wie der Tagesopener HIRAX laut Zeugenaussagen gut, aber nicht überragend waren.

Und hier folgt dann die Zeugenaussage über ANGEL WITCH.
Schon früh fanden sich eine Menge Leute ein, um ANGEL WITCH zu sehen. Der Hauptaugenmerk lag auf ihrer ersten und auch bekanntesten Scheibe. Vom Original Line Up, war meines Wissens nur der Sänger dabei. Alle anderen waren irgendwelche Gastmusiker. Nun, die Stimmung war klasse. Es fühlte sich an wie eine Zeitreise an den Beginn der 80er und der NWOBHM. Gespielt wurden u.a: „White Witch“, „Sweet Danger“ von der ersten EP, „Angel of Death“ und das wohl mehr als bekannte „Angel Witch“. Ein guter Gig, der aber nicht überragend war. Spaß gemacht hat es trotzdem.

Gleiches galt dann auch für MASTERPLAN. Abgesehen von Sänger Jorn Lande beschränkte sich das Stageacting auf das notwendige, und da auch der Sound nicht unbedingt vom feinsten war, war nicht viel mehr als Höflichkeitsapplaus drin. Bestnoten natürlich wie immer für Jorn Lande, der sein Ausnahmetalent auch live regelmäßig unter Beweis stellt. Besser machten das BRAINSTORM: ähnlich wie am Vortag Amon Amarth nutzte man die ganze Bühne, verbreitete gute Laune ohne Ende, motivierte das Publikum und rockte Balingen in Grund und Boden. Und wenn man dann noch wie Brainstorm einige Shirts mittels Weitwurf an die Meute bringt, hat man die Zuschauer natürlich in der Tasche.

Im Vergleich dazu hatten PINK CREAM 69 natürlich einen schweren Stand. Ein Fan der Band war ich ja noch nie, aber so etwas langweiliges wie den Auftritt von PC 69 habe ich auch schon lang nicht mehr gesehen. Was dann aber eine willkommene Abwechslung war, denn so konnte man noch diverse Stände im hinteren Teil des Geländes begutachten.
Ganz anders dann natürlich die Reaktion, als Peter Tägtren mit HYPOCRISY die Bühne enterte: lauter Beifall und der obligatorische Triumphzug. Was aber schon abzusehen war, als Peter während Brainstorm über das Gelände ging und sich – sichtlich etwas genervt – alle 46,5 cm mit irgendwelchen Leuten fotografieren lassen musste. Mit grob geschätzt einer Tonne Klassikern in der Hinterhand hatten Hypocrisy dann natürlich leichtes Spiel und ließen sich standesgemäß abfeiern. Allerdings haben Hypocrisy auch schon deutlich bessere Gigs auf die Bühne gelegt… Leider ging der Gig etwas unter, weil plötzlich Tankard`s Gerre unseren Weg kreuzte und wir erst mal diverse Bierchen mit dem sympathischen Hessen zischten, der sich ebenfalls für circa 80 Fotos bereit erklären musste und noch einen völlig begeisterten türkischen Fan traf, der Tankard schon in Istanbul gesehen hatte. War sehr lustig sich drüber zu streiten, wer wohl das nächste Bier holen darf…

Y&T gingen dann leider ebenso unter wie ihre Vorgänger, aber mit der Band kann ich ehrlich gesagt auch nix anfangen.

Y&T spielten so gegen 15.45 h und waren für mich der Abräumer des Tages. Alle Klassiker wurden gespielt („Rescue me“, Mean streak“, „Hell or high water“, „I believe in you“, „Hungry for rock“) dazu noch selten gehörte Nummern wie „Eyes of a stranger“. Beim letzten Stück „Forever“ kam dann auch noch Dee Snider zum Mitsingen auf die Bühne. Für mich die beste Band in Balingen 2003.
(Harry )

OVERKILL gefielen mir zwar recht gut und speziell Bobby Blitz war ein Aktivposten auf der Bühne, aber wie auch bei der Live-DVD (Review demnächst!!!) haben Overkill in meinen Augen (bzw. Ohren) einfach das Problem, dass mir Bobby`s Stimme überhaupt nicht gefällt. Ansonsten zählte man aber ganz klar zu den besseren Bands. Das ist wohl wahr, OVERKILL haben definitiv schon bessere Gigs hingelegt. Allerdings muss man dem BOBBY BLITZ auch zugestehen, dass er nach dem leichten Schlaganfall im Vorjahr, sich auch ein wenig schonen darf und sollte. Abgeshen davon kamen Knaller wie „Necroshine“, „Bastard Nation“, „In Union we stand“ und das endgeile „Fuck you“ aus den Boxen geschossen und das sollte dann ja wohl genügen.

Nun war es Zeit für den German Tank. Mr.Accept, Udo Dirkschneider himself. Und klar, dass der Mann aus der Stadt der langen Messer reichlich Anklang fand. Zuerst spielte er einiges seiner jetzigen Band UDO. „Mean Machine“ war eines der Stücke. Aber natürlich wollten alle ACCEPT Klassiker hören. Und die bekamen die Gäste auch. Und zwar reichlich. „Princess of the Dawn“, „Metal Heart“, „I´m a Rebel” oder “Fast as a Shark” Die Stimmung war am überkochen und wird es vielleicht nicht doch wieder Zeit für einige Auftritte von ACCEPT im Original Line Up ? Die Metalgemeinde würde es gewiss begrüßen. Auf jeden Fall hat der alte Herr im Tarnanzug wieder bewiesen, dass er es immer noch kann.

THIN LIZZY waren ein würdiger Co-Headliner, die einfach nur geil abgerockt haben. Auch hier war eine Riesenstimmung. Alles passte einfach perfekt zusammen. Dann noch ein Klassiker nach dem anderen, und des Hardrockers Herz war fröhlich am bubbeln. Die einzigen Songs die ich noch inErinnerung habe, sind „Bad Reputation“ und „The Boys are back in Town“. Ein Jammer auch, wenn der gefehlt hätte.
Waren auf jeden Fall mitreißend und gut.

Nach einer kurzen Umbaupause war es dann kurz nach 21.00 h soweit.
Die Band auf die alle gewartet hatten. TWISTED FUCKIN´SISTER. Und von Anfang an war die Hölle los. Die Jungs rannten, rockten und spielten sich mit einer Energie den Arsch ab, dass es nur eine Freude war. DEE SNIDER legte eine Strecke zurück, die einen Marathonläufer vor Neid erblassen lassen sollte und hatte das Publikum im Griff wie sonst keiner an diesem Wochenende. Der absolute Wahnsinn was da abging. Das Publikum mutierte zu einem überkochenden Hexenkessel, jedes Lied wurde mitgesungen und zelebriert. Bei Stücken wie „You can´t Stopp Rock´n´Roll“ ging es schon gut ab. „Stay Hungry“ wurde bejubelt „Destroyer“ abgefeiert. Aber bei den absoluten Gassenhauern, war dann endgültig der Bann gebrochen. „We´re not gonna take it“ (mittlerweile die Balingentunnelhymne“, „I wanna Rock“ oder „Burn in Hell“. Es ging auf einmal so dermaßen zur Sache, man wusste nicht mehr wo es mehr abging. Bühne oder Publikum. Egal. Die Chemie stimmte, und so was erlebt man als Konzertbesucher selten, dass eine Band es schafft, so dermaßen einzuheizen, dass jeder, aber auch wirklich jeder abgeht wie eine Rakete. DEE SNIDER stellte dann auch noch die Band vor. Und jeder wurde mit ohrenbetäubendem Beifall begrüßt. Selbst die Band hatte gewiss nicht mit einem solchen Zuspruch gerechnet, besonders wenn man bedenkt, dass sie das letzte mal in den 80ern hier unterwegs waren und viel der Zuschauer aufgrund ihres Alters die Band nie gesehen haben konnten. Es war einfach unglaublich. Megageil.
Die Sick Motherfucker´s überzogen dann auch um fast 20 Minuten und ließen sich auch vom Feuerwerk nicht stören. Sie wollten einfach nicht von der Bühne. Die ganze Band bedankte sich immer wieder, DEE SNIDER bekam einen regelrechten Laberflash. Man merkte einfach, hier stand eine Band, die gerade einen musikalischen Orgasmus erlebt hat. Einfach suprgeil der Auftritt.
CYA in Wacken !!!!

Fazit: Sowohl vom Besucherandrang wie auch von den Preisen her ist das Bang Your Head eindeutig kein Geheimtip mehr, hat sich aber zumindest bisher noch eine gewisse familiäre Atmosphäre bewahrt. Musikalisch allerdings hatte man neben einigen Krachern aber auch viel Durchschnitt zu bieten, was sicher auch an entweder gelangweilten (Sodom) oder durch zu viele Touren müden Bands (Hammerfall) lag oder auch daran, dass es schweineheiß war. Und Tagestickets für 45 € zu verkaufen, ist auch eine Frechheit. Ansonsten waren die Getränkepreise im Rahmen. Ein Glas Hopfensaft war für 2,60€ zu bekommen. Bei 0,4 Lt. Ist das okay, sollte aber auch nicht mehr teurer werden. Die Essenspreise varierten zwischen fair, 4€ für ein leckeres und gut gebackenes Flammküchle, bis unverschämte 4€ für eine kleine Schale Asianudeln oder 2€ für eine Miniportion Fritten hin und her. Da könnte man etwas mehr Kontrolle übernehmen. Die Security war immer freundlich, die sanitären Anlagen ausreichend und sauber. Wink mit dem Zaunpfahl in den hohen Norden. War gut und ziemlich stressfrei organisiert. Top. CYA again in 2004 !!!

Für euch schrieben, tranken, litten, moshten und feierten “Zombie Gecko”, “Master of Puppets”, “Harry” und „Madrebel“.
Viel Spaß beim lesen !!!!


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