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Sonstige Festivals: Arrowrock Goffertpark Nijmegen / 15.06.2008

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Veröffentlicht am Dienstag 22 Juli 2008 17:36:09 von madrebel
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Arrowrock Goffertpark Nijmegen / 15.06.2008

Ein recht trüber Frühsommertag lud am heutigen Tag mehr als 30.000 Besucher in den Goffertpark. Nun, das von manchen spöttisch als Altherrenrockfestival bezeichnete Festival zog allerdings auch recht viele junge Leute, was trotz des Billings überraschte. Dennoch stellt es mal wieder ein Musterbeispiel für die Alterslosigkeit so mancher heute spielenden Band dar.
Nun, dementsprechend viel Spaß machte das Festival dann auch.
Den Beginn machten REO Speedwagon und Gotthard, die man aber aufgrund des langen Weges zum Gelände und der langen Wartezeit vor den Toren leider versäumte.
Die erste Band die man dann sah, waren die 70er Jahre Progrockhelden Journey, die überraschend gut waren. Journey gehören zu den Bands, die man unter Garantie kennt. Ein paar Songs haben alle schon mal von ihnen gehört, nur weiß man nie wo man diese einordnen soll. Die Band hatte sichtlich Freude am Gig und das Publikum dankte es ihnen.
Bei Kansas waren die Reaktionen ähnlich. Auch hier war eine Legende zugegen, wo man nur den Namen von kannte und den einen oder anderen Song unbewusst kannte. „Dust in the Wind“, eine Siebzigerjahrekultnummer wusste dabei auch zu gefallen. Und auch wenn es manches Mal recht langatmig war, es hat sich gelohnt, den Jungs zuzusehen.
Def Leppard waren eines der ersten Highlights heute und mit „Let´s get rocked“ und vielen anderen Hits spielte man eine recht kurzweilige und angenehme Stunde.
Twisted Sister kamen leider etwas zu spät und hatten daher keine Zeit sich umzuziehen und zu schminken. Der Flug hatte Verspätung und man wurde via Heli nach Nijmegen geflogen.
Da man nur noch 45 Minuten Zeit hatte, machten die verdrehten Schwestern keine halben sachen und legten nach dem Intro direkt los. Und Hit reihte sich an Hit, ein cooler Spruch nach dem anderen wurde abgelassen. Unter anderem ein kleiner Seitenhieb auf die grassierende weltweite Castingpest und deren Gewinner, die man in 20 Jahren bei einer Burgerkette sehen wird. Eine kleine freundlich gemeinte Aufforderung an die Whitesnakefans, doch zur Bühne zu kommen, wurde dann auch Folge geleistet. Wenn einem dann noch Zahnbürsten zugeworfen werden, kann man nur noch lachen und auch Dee Snider konnte sich einen schmunzelnden Spruch nicht verkniesen. Leider war aber auch schnell Ende, aber so kurz und knackig, dazu noch so gut wird man diese Band wohl nie wieder sehen.
Das David Coverdale ein Rockstar vor dem Herren ist, dürfte keine Neuigkeit darstellen. So posten er und seine Whitesnakemannen munter drauf los, rockten einfach ab, hatten Spaß und konnten bei allen überzeugen. „here i go again“, „Still of the Night“ oder auch „Ist his Love“ sind immer wieder Garanten für gute Stimmung und nach einer kleinen Session mit Vandenbergs Adrian war es das dann auch.
Motörhead sind und bleiben Motörhead. Ein guter Gig ohne Überraschungen, bis auf die Tatsache das Dee Snider uns aller Warzengesicht bei „Killed by Death“ tatkräftig unterstützt.
„Stay clean“, „Metropolis“ machten mal wieder gut Stimmung und mit dem obligatorischen „Ace of Spades“ war es dann auch schon wieder vorbei.
Nun wurde es allerdings Zeit für das erwartete Highlight. Und mit einem „Allright Nijmegen, you wanted the best, you got the Best. The Hotest Band in the World”, ging es los und knapp zwei Stunden lang war man im Comicheldenabenteuerland. Die Setlist war derjenigen ähnlich, wie man sie in Deutschland spielte und auch die Sprüche waren teils dieselben. Aber ganz ehrlich. Man war genau deswegen da. Eine perfekt durchgestylte Show, die Klassiker der Alive 1 und diverser anderer Hits, Genes Schlabberzunge, Pauls Ausflug ins Publikum, eine Menge entblößter Brüste, cooles posen. Man weiß, was das Publikum verlangt und das bekommt es. Zar bot die Show wenig Überraschungen, aber wozu auch? Die Show hat sich in den ganzen Jahren nicht verändert und macht dennoch immer wieder tierisch Spaß. Der kurzzeitig zu sehende Regenbogen passte dabei perfekt ins Bild und die später einsetzenden Pyroattacken waren einfach grandios geil und sehenswert. Die Fans feierten die Jungs tierisch ab und ganz besonders Tommy Thayer und Eric Singer machten einen verdammt guten Job und waren ein guter Ersatz für Ace Frehley und Peter Criss.
Mit einem grandiosen „Detroit Rock City“ und einem coolen Feuerwerk war dann auch dieser Abend vorbei und ein gutes Festival war zuende.

Fazit: Ein toller Tag. Gut durchorganisiert. Das Muntensystem funktionierte optimal, dazu gab es für 5 gesammelte Becher eine Pfandmünze, die durchaus dem einen oder anderen den Geldbeutel entlastete. Essens und Getränkepreise waren im üblichen Festivalrahmen und akzeptabel. Das allerdings die Festivalshirts wegen des Kiss-Logos 25€ kosteten, war eine Frechheit. Ansonsten stimmte alles. Sanitäranlagen reichlich vorhanden und sauber, Essen abwechslungsreich und auch sonst gab es wenig zu meckern.
Nächstes Jahr gerne wieder.

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