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CD Review: Amorphis - Eclipse

Veröffentlicht am Dienstag 21 März 2006 23:40:24 von Master_Of_Puppets
Mit “Tales From A Thousand Lakes” schufen die Finnen Amorphis 1994 ein Meisterwerk des melodischen Death Metal, das auch heute noch durchaus als ein Referenzalbum dieses Genres bezeichnet werden darf. Die hierdurch erworbene Stellung untermauerte man noch durch den Nachfolger „Elegy“, bevor mit der CD „Tuonela“ ein kleiner Stilbruch vorgenommen wurde.
 
 
 
 
 
1. Two Moons
2. House Of Sleep
3. Leaves Scar
4. Born From Fire
5. Under A Soil And Blackened Stone
6. Perkele (The God Of Fire)
7. The Smoke
8. Shame Flesh
9. Brother Moon
10. Empty Opening
 
Nuclear Blast Records
 
Line-Up
Tomi Joutsen - Vocals
Esa Holopainen - Guitars
Tomi Koivusari - Guitars
Niclas Etelavuori - Bass
Atte Sarkima - Drums
Santeri Kallio - Keyboards
 
Todesmetallische Einflüsse waren auf den letzteren Werken von Amorphis kaum noch vorhanden, dafür wurde der Hörer ab diesem Zeitpunkt mit sehr melodischen, teilweise psychedelischen Elementen konfrontiert. Diese Rock Elemente der siebziger Jahre finden sich zwar auch stellenweise auf dem neuen Album “Eclipse” wieder, allerdings vermischt mit härteren Passagen die durchaus an guten alten Zeiten Anfang und Mitte der 90er erinnern. Dies wirkt sich auch sofort auf den Hörgenuss aus. Gab es auf den letzten beiden Veröffentlichungen der Finnen zwar vereinzelte Höhepunkte, so ist nun die komplette CD ein einziges Highlight.
 
Hauptverantwortlich für diesen leichten Wandel ist sicherlich die neue Stimme von Tomi Joutsen, der um einiges kraftvoller, wenn auch nicht häufiger growlt als sein Vorgänger Pasi Koskinen. Dieser energische Gesang schlägt die Brücke zu den alten Klassikern der Band, der nötig ist, um die stilistische Wandlung nachzuvollziehen und Gefallen daran zu finden. Joutsen stellt mit seinen Vocals quasi das Bindeglied zu den nach wie vor psychedelisch angehauchten Hammer-Songs der Band, die diesmal zu keinem Zeitpunkt in irgendeiner Form langatmig wirken. Im Gegenteil, ob es nun ruhige Momente sind, wie bei „Under A Soil And Blackened Stone“, oder krachig-knackige Stücke, wie „Perkele (The God Of Fire)“, es herrscht jederzeit Spannung und Abwechslung vor.
Herausragend ist allerdings der Song „The Smoke“, in dem sich alle Vorzüge versammeln, die man auf Amorphis-Alben finden kann. Selten haben die Finnen so gekonnt Melodie und Härte verbunden, wie bei diesem Stück, dass auch auf CD’s wie „Elegy“ hervorgestochen hätte.
 
Bei den Lyrics gehen die Finnen ebenfalls zurück zu altbewährtem, und nutzen ihr nationales Epos, die Kalevala als Inspiration. Ebenso wie sich die Texte folkloristisch angehaucht präsentieren, ist auch der Sound stets mit leichten folkloristischen Passagen durchsetzt, was ebenfalls für eine gewissen Reiz in den Songs sorgt.
 
In jedem Fall legen Amorphis mit „Eclipse“ ein starkes Album vor, dass zumindest mein Interesse an der Band wieder erweckt hat. Dass Antesten dieses partiellen Comebacks kann ich nur jedem Fan des melodischen, düsteren Metals empfehlen.

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