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Konzert Review: Abvent im Düsseldorfer Schauspielhaus / 28.11.2005

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Veröffentlicht am Mittwoch 30 November 2005 15:07:25 von madrebel
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Mitwirkende : Biermösl Blosn, Gerhard Polt und Die Toten Hosen.

Das das Schauspielhaus mal ein solches Event beherbergen würde, hätte wohl kaum jemand je für möglich gehalten. Aber es funktionierte. Knapp 1000 Besucher tummelten sich im Schauspielhaus und der Anblick der Besucher konnte unterschiedlicher nicht sein. Lange Haare und Iros, Lederjacken und zerrissene Jeans kollidierten mit Smoking, Abendkleid oder auch Dirndl. Und das Beste, es funktionierte und alle hatten Spaß.






Abvent im Düsseldorfer Schauspielhaus / 28.11.2005


Mitwirkende : Biermösl Blosn, Gerhard Polt und Die Toten Hosen.

Das das Schauspielhaus mal ein solches Event beherbergen würde, hätte wohl kaum jemand je für möglich gehalten. Aber es funktionierte. Knapp 1000 Besucher tummelten sich im Schauspielhaus und der Anblick der Besucher konnte unterschiedlicher nicht sein. Lange Haare und Iros, Lederjacken und zerrissene Jeans kollidierten mit Smoking, Abendkleid oder auch Dirndl. Und das Beste, es funktionierte und alle hatten Spaß.
Das Event was am heutigen Abend stattfand war auch recht exotisch, Düsseldorfs Vorzeigepunks traten gemeinsam mit bayerischer Kabarettkultur auf und schon im Vorfeld war zu erahnen, dass einen hier etwas ganz besonderes erwarten sollte.
Nachdem unter heillosem Chaos endlich jeder seinen Platz eingenommen hatte, begann der Abend dann auch. Erstmal wurde auf besinnliche Art und Weise der ausländische Hausmeister, der von Vom gespielt wurde, nach allen Regeln der Kunst auf deutsche Art und Weise beleidigt.
Dann begann der heitere Abend mit einer Aktionärssitzung, die einen sehr souveränen und überraschend seriösen Kuddel in seinen Reihen hatte. Die Rede, sehr ironisch und bissig von Hans Well vorgetragen, war ein derbst satirischer Rundumschlag, der insbesondere Josef Ackermann abwatschte. Die bayrische Lesung von Gerhard Polt war ein weiterer der frühen Höhepunkte an diesem Abend.
Es ging danach Schlag auf Schlag. Soloeinlagen der Hosen mit viel Musik, akustisch schön umgesetzt wurde u.a.„Opelgang“, es fehlten dann auch nicht „Der BoFrost Mann“ und „Popmusik“. Der berühmte Willy-Monolog leitete dann „Willys weiße Weihnacht“ ein.
Kuddel brillierte als brüllender Weihnachtssänger bei der Intonierung von „Still,still,still“. Und hier wurde schon klar, dass sämtliche Weihnachtsklischees durch den sprichwörtlichen Kakao gezogen wurden. Campino überraschte an der Trompete und auch als Pianosolist, eine unbeschreiblich gute Nummer.
Gut auch das neue Stück "Spargelstechen" und auch die Koksschniefeinlage bei "Leise rieselt der Schnee" wirkte sehr komisch.
Ein talentierter Slapstickcomedian schein allerdings am Vom verlorengegangen zu sein. Seine kurzen, aber immer passenden Einlagen wirkten bizarr, skurril und absolut komisch. Großartig.
Immer wieder kehrende Höhepunkte waren dann natürlich auch die kurzen, aber umso bissigeren Einlagen von Gerhard Polt. Auch wenn es manches Mal so wirkte, als wäre er nur Stichwortgeber. Die Geschichte um die Verlosung des Christstollens hatte sehr viel Stil und wirkte auf bitterböse Art realsatirisch. Die Attacken auf lokalpolitische Ereignisse waren dazu auch recht passend. Ob es die Attacke gegen OB Erwins Steuermausoleum, aka „Arena Düsseldorf“, die ironischen Spitzen gegen die RWE, siehe dem Schneetreiben im Münsterland und den Stromausfall, als auch die Stichelei gen Medienhafen waren einsame Spitze. Sollte in Zukunft im Raum Düsseldorf der Wunsch geäußert werden, dass man den Medienhafen in den Glascontainer werfen sollte, an diesem Abend wurde er geboren.
Das Publikum reagierte recht ausgelassen während des gesamten Auftritts und man kam sich von der Stimmung und den Gesängen vor, als wäre man im 36er Block bei der Fortuna gelandet. Manchmal wirkte es zwar etwas unpassend, aber was soll s? Es sollte ja Spaß machen und von jenem war eine Menge vorhanden.
Zum Schluß gab es dann noch eine Alphorneinlage, das „Azzurro“-Duett mit Gerhard Polt, „Auld Lang Syne“ als letzten Gruß für das Weihnachtsfest und eine kleine „Cologne“ Einlage des Publikums.
23.15h wurde dieser ganz besondere Event dann beendet und alle Besucher waren sich einig dass man heute was Einzigartiges und Außergewöhnliches gesehen hatte.
Ein wirklich fantastischer Abend, der ruhig irgendwann mal wiederholt werden kann.

madrebel


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