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Konzert Review: ALICE COOPER LIVE IN KÖLN 2003

Veröffentlicht am Montag 06 Januar 2003 00:00:00 von madrebel
phpnuke.gifGleich zu Beginn einmal gesagt: Für einen Mann, der schon mit Frank Zappa zum Kaffeetrinken auf der Couch saß, sieht Alice noch gut aus, der Kerl muss in der Tiefkühltruhe schlafen oder so, aber dafür stehen IHM wenigstens lange Ledermäntel. Es erklärt sich von selbst, das sogar Britney ihn haben will, am liebsten tot, versteht sich?
Feature brought 2u by D.Rockin

ALICE COOPER REVIEW vom 03.12.2002 Köln E-Werk

Wie peinlich zu sagen: Ich habe Alice Cooper noch nicht gesehen?aber diesmal bin ich losgezogen, um mir den Meister anzuschauen. Der Mann ist ein Dinosaurier (sicher nicht vom Körperumfang), aber mal ehrlich, so viele lohnende Acts hat der Konzertzirkus zur Zeit einfach nicht zu bieten, und wenn man nur von neuen Bands überschwemmt wird von denen die eine Hälfte klingen will wie Limp Bizkit New Metal und die andere Hälfte sich für Satans berufene Black Metal Liga hält hat man irgendwann die Schnauze gestrichen voll, und schaut sich mal was GANZ altes an. Dazu muss ich dann auch gleich sagen, das mich Mr. Furniers Erscheinen auf der Bühne mit dem gleichen ehrfürchtigen Entzücken erfüllte, wie das Erscheinen der ersten Dinos auf der Leinwand beim ersten Jurassic Park Kinobesuch- Hey, das will einiges heißen, da gibt es überhaupt nichts zu lachen, das ist die gleiche Begeisterung, die 14jährige auf dem Eminem Konzert kreischen lässt, wenn ihre Eltern sie in den Genuss eines solchen kommen ließen!
Gleich zu Beginn einmal gesagt: Für einen Mann, der schon mit Frank Zappa zum Kaffeetrinken auf der Couch saß, sieht Alice noch gut aus, der Kerl muss in der Tiefkühltruhe schlafen oder so, aber dafür stehen IHM wenigstens lange Ledermäntel. Es erklärt sich von selbst, das sogar Britney ihn haben will, am liebsten tot, versteht sich?
Nun gut, Alice hat ein neues Album, ja? Dragon Town? Gut, ich kenne nicht einen einzigen Song davon, aber dafür ein paar von den alten! Ehrlich. Bevor es aber soweit ist, muss ich mir das Anhängsel noch antun, die Dogs D?Amour. Nein, kenne ich auch nicht. Ja, finde ich auch recht merkwürdig, den Namen, aber genauso sehen die Jungs und Mädels auch aus: Wie Rock n? Roll verliebte Straßenköter, gleiche dürre Spezies wie Tommy Lee, so ausgemergelt und augenberingt wie nur Izzy Stradlin es besser könnte. Sie rocken so schon mittelprächtig, aber mit soviel Herz, das man sie gleich liebhat, es tut ja auch gut, das man nicht die einzige Person ist, die sich geweigert hat, zu bemerken, das die 80er schon lange vorbei sind, welch ein Spass. Als der Gitarrist dann noch den sündhaft teuren Hughes& Kettner Amp mit voller Wucht von seiner Box fegt, werden die Augen richtig feucht.
Also zurück zu Dragon Town: Sehe ich jetzt direkt vor mir. Die Bühne sieht aus wie die Fassade zum etwas elaborierteren China Restaurant. Mit Drachensäulen und so, echt chic. Endlich mal wieder etwas, wo?s wirklich was zu sehen gibt, und zwar für ein sehr durchwachsenes Publikum, das sich prächtigst zu verstehen scheint, sobald das Intro mit Hey Stoopid Elementen abgedudelt ist, und der Master of Horror mit einer solchen Routine die erste Nummer abzieht, das mich gleich wieder die Ehrfurcht schüttelt. Der Kerl ist immer noch voll da, unmöglich die Vorstellung, das den irgendetwas totbekommen könnte, die Gepäckschnecke wird gleich am Anfang das erste Mal geschnetzelt, wenn der alte Rocker das Katana schwingt. Spätestens jetzt bekommen ich Appetit auf etwas süß-saures.
Die meisten von den alten Mitheulern sind im Laufe des Konzertes dabei, die Texte kennen die Jungen wie die Alten gleichermaßen, vermisst habe ich da einzig und allein Hey Stoopid, aber wer wird denn wirklich meckern wollen? Dr. Frankenstein wird gefoltert, in die Zwangsjacke gesteckt, geköpft und wieder aufgeweckt, das Blut muss fließen, und Falschgeld in großen Luftballons gibt?s umsonst. Na, habt ihr Spaß? Ja, und wie, gib? uns mehr! Mindestens noch Poison und eine Zugabe! Ja doch! Was ihr wollt!
Ich glaube, bei mir ist die Konzertflaute vorrüber?ich bin so hochzufrieden, wie schon lange nicht mehr. Ich dachte schon, es könnte nicht mehr besser kommen, aber als dann noch ?Britney? im blauen Pepsi Plastikröckchen auf die Bretter hüpft, haben alle ihren Spaß. Und wir wollen Britney auch. Wir wollen sie tot , und nicht anders sollen wir sie bekommen. Ernsthaft, seit langer Zeit gab?s auf einem Konzert erwartungsgemäß mal wieder was für?s Ohr und Auge, es mag alt sein, aber es hat beinahe unberührt überdauert und der Wert bleib grundsolide. Und nächstes mal, wenn der Zirkus in die Stadt rollt, renne ICH für meinen Teil wieder hin.

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