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Biographie: AC/DC History

Veröffentlicht am Samstag 13 März 2004 14:24:56 von endless_pain
Dieser Artikel wurde von angus_himself mitgeteilt
phpnuke.gifSeit über 30 Jahren sind AC/DC schon im Rockbusiness vertreten. Egal wo sie hinkommen, sie füllen immer noch jedes Stadion, in dem sie spielen. Doch, wie in dieser Biographie zu lesen ist, hat auch die größte Rockband der Welt mal klein angefangen..

1973-1983

AC/DC. Der Name ist Programm. 30 Jahre Starkstrom-Rock auf fast allen Bühnen dieser Erde. Doch als 1973 Malcolm Young und Angus Young, zwei Gitarristen aus Schottland, die in den 60er Jahren mit ihren Eltern nach Sydney ausgewandert waren, die Band gründeten (der Name AC/DC stammt übrigens von der Schwester der beiden), vermuteten wohl wenige, dass hier für eine der größten Rockbands der Geschichte die Geburtsstunde schlug.

Nachdem in den ersten Tagen noch fast wöchentlich das Line-Up der Band wechselte, standen AC/DC am 31. Dezember 1973 mit der Besetzung Malcolm Young (g), Angus Young (g), Dave Evans (v), Larry van Kriedt (b) und Colin Burgess (d) das erste Mal auf der Bühne. Das Konzert fand im Chequer’s Club in Sydney statt. Neben den ersten beiden (von Malcolm und Angus) selbstgeschriebenen Liedern „Can I sit next to you, girl“ und „Rockin’ in the parlour“ spielte die Band Lieder von Elvis Presley oder Chuck Berry. Von letzterem hat Angus Young seinen legendären Duckwalk kopiert.

Nach einigen erfolgreichen Konzerten in Sydney und Umgebung ging es im Juni 1974 das erste Mal ins Studio, um dort die erste Single „Can I sit next to you, girl“ mit der B-Seite „Rockin’ in the parlour“ aufzunehmen. Diese Single hatte (für eine Band in ihren Kinderschuhen) großen Erfolg, und unermüdlich spielten AC/DC Konzerte in Clubs und Bars. Doch 1974 entschied sich Sänger Dave Evans zum Ausstieg aus der Band. Ersatz war aber schnell gefunden, ein gewisser Band-Chauffeur mit dem Namen Ronald Belfort Scott, genannt Bon, stieg als Sänger in die Band ein. So enterten AC/DC kurze Zeit nach Bon Scotts Eintritt erneut das Studio, um ihr Debütalbum „High Voltage“ aufzunehmen. Neben den gewohnten Bandmitgliedern spielten für diese Aufnahme Tony Currenti das Schlagzeug und der Bruder von Angus und Malcolm, George Young den Bass. George Young war auch als Produzent dieses Albums tätig, gemeinsam mit seinem Freund Harry Vanda. Im Februar 1975 wurde das Album schließlich in Australien veröffentlicht. Zur Band gestoßen waren mittlerweile als die letzten beiden festen Mitglieder Phil Rudd als Schlagzeuger und Mark Evans als Bassist.

Nach großem Erfolg dieses Albums kehrten AC/DC 1976 ins Studio zurück und nahmen ihr zweites Album auf, „TNT“. Dieses Album enthält neben dem Titeltrack Songs wie „It’s a long way to the top”, “The Jack”, “Rocker” und “High Voltage”. Schließlich wurde das Album im Februar 1976, genau ein Jahr nach Erscheinen des Debütalbums, in Australien veröffentlicht. Durch das Album und eine darauffolgende Club-Tour wurde der Erfolg der Band in Australien untermauert.

Doch außerhalb Australiens und Neuseelands waren AC/DC noch gänzlich unbekannt. So machte sich der Manager der Band, Michael Browning, 1976 auf den Weg nach London, um ein europäisches Plattenlabel für AC/DC zu finden. Den Zuschlag erhält schließlich Atlantic Records, und „High Voltage“, eine Compilation aus dem australischen „High Voltage“ und „TNT“ wird im Mai 1976 in Europa veröffentlicht.

Währenddessen arbeitete die Band schon an ihrem dritten Album, „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“. Dieses wurde im August 1976 in Australien veröffentlicht. Im Dezember 1976 kommt dieses Album auch in Europa auf den Markt. Nur die Songlist des Albums ist in Europa etwas anders. Es sind hier Tracks der australischen Version nicht zu finden, stattdessen findet man andere Songs aus „High Voltage“ und „TNT“.

Noch im gleichen Jahr reisten AC/DC das erste Mal nach London, um dort eine Europatour zu starten. Aufgrund der zu dieser Zeit in Europa stattfindenden Punkbewegung wurden AC/DC oftmals zuerst für eine Punkband gehalten. Doch obwohl Rockbands zu dieser Zeit nicht gerade beliebt waren, schafften sie es, Clubs zu füllen.

Zurück in Australien ging es für die Band sofort wieder ins Studio, um das Album aufzunehmen, das ihr erster wirklicher Klassiker werden sollte: „Let there be rock“. Mit neuem, aggressiverem Gitarrensound und vielen bis heute erhaltene gebliebene Klassiker wie „Problem Child“, „Whole lotta Rosie“ oder „Let there be rock“ widerlegen AC/DC die Meinung der Presse, sie seien eine Punkband. Das Album wurde im März 1977 veröffentlicht. Die erste Headline Clubtour durch Europa folgte, anschließend unterstützte die Band noch Black Sabbaths Europatour. Bald allerdings wurden AC/DC rausgeworfen, wahrscheinlich wegen einer Streiterei zwischen Malcolm Young und Geezer Bulter, bei dem der Sabbath-Bassist sogar mit einem Messer auf den AC/DC-Gitarristen losgegangen sein soll. (am Rande: Ozzy Osbourne soll damals zwischen den beiden vermittelt haben, um schlimmere Unfälle zu verhindern)

Doch solche Zwischenfälle konnten AC/DC nicht abschrecken, und kurze Zeit später, im Sommer 1977, nahmen sie das erste Mal die USA in Angriff. Zu Beginn noch in Clubs, durften sie später auch in großen Stadien auftreten, als Vorgruppe von REO Speedwagon. Danach eilten sie zurück nach Europa zu einer erneuten Headlinetour, und gleich darauf rollte die Tourmaschine zurück in die USA, um als Opener für Kiss und Rush aufzutreten.

Anfang 1978 begaben sich AC/DC wieder nach Sydney zurück, um das Album „Powerage“ aufzunehmen. Es enthält mit „Sin City“ oder „Up to my neck in you“ einige der besten AC/DC-Songs. Für das im Mai 1978 veröffentlichte wurde ein neuer Bassist geholt, nachdem Mark Evans ausgestiegen war: Cliff Williams war mit in der Band. Mit dem neuen Album und dem neuen Basser begaben sich AC/DC kurz darauf wieder nach Europa für eine Tour. In den Vereinigten Staaten eröffneten sie anschließend für Aerosmith, UFO oder Alice Cooper. Im Oktober brachte die Band dann ihr erstes Live-Album heraus: „If you want blood (you’ve got it)“ Mit einem ekstatischen Angus, der sich seine Gitarre in den Bauch rammt, spiegelt das Cover perfekt das Album wider: Explosiv, laut, und man kann schon beim Anhören spüren, wie heiß es im Apollo in Glasgow damals gewesen sein muss. (Meiner Meinung nach das definitiv beste Album von AC/DC) Mit diesem Album wollte die Band den Durchbruch in den USA erreichen, und genau wie Kiss veröffentlichten sie 3 Jahre nach ihrer Gründung ein Live Album. Kiss hatten mit diesem Konzept Erfolg , doch AC/DC musste noch immer auf den Erfolg in den Staaten warten.

Während der Erfolg in Europa durch konsequentes Touren immer mehr stieg, blieb der Erfolg in den USA aus. Doch die Band wollte den Versuch, die Staaten zu erobern, nicht aufgeben. So holten sie sich statt Harry Vanda und George Young einen neuen Produzenten: Robert John „Mutt“ Lange. Für sechs Monate, so lange wie sie nie zuvor benötigt hatten, besetzte die Band die Roundhouse Studios in London. Doch es war es sicher wert, so viel Zeit zu investieren, denn als AC/DC die Studios verließen, hatten sie den wohl größten Klassiker ihrer Discographie im Gepäck: „Highway to hell“. „Shot down in flames“, „If you want blood“, „Girls got rhythm“ und natürlich der wohl größte Song im Hard-Rock-Business: „Highway to hell“ (dieser Titel war übrigens die etwas ironische Antwort auf Led Zeppelins „Stairway to heaven”).

Als am 27.01.1980 die Highway to hell – Europa Tour in Southampton zu Ende ging, ahnte keiner, dass dies das Ende einer Ära sein würde. Denn dieser Gig sollte der letzte mit Bon Scott sein. Am 19.02.1980 feierte Bon Scott mit seinem Freund Alisdair Kinnear ziemlich ausgelassen, und Scott trank so viel, dass ihn sein Freund in der Nacht im Auto liegen ließ, um dort seinen Rausch auszuschlafen. Bon Scott hat sich in dieser Nacht wohl mehrmals übergeben und ist noch am gleichen Abend an seinem Erbrochenen erstickt. Als ihn am Morgen des 20. Februar Kinnear fand, kam bereits jede Hilfe zu spät. (Übrigens wird auch vermutet, dass Heroin im Spiel war.)

Nach dieser schrecklichen Nachricht war die Band niedergeschlagen und stand kurz vor der Trennung. Nach langer Überlegungspause beschlossen die beiden Brüder Angus und Malcolm, dass Bon es sicher gewollt hätte, dass AC/DC auch weiterhin existiert. So begann die schwere Suche nach einem neuen Sänger und Frontmann. Es war nicht leicht, einen passenden Mann zu finden, der in Bons Fußstapfen treten sollte, doch als ein Junge der Band einen Brief schrieb, in dem stand, dass bei der englischen Band Geordie ein Sänger namens Brian Johnson tätig war, reisten sie nach England und hörten sich diese Band an. Einige Zeit später war Brian Johnson neues Mitglied der Band.

Schon im April 1980 flog die Band nach Nassau auf den Bahamas, um dort mit dem neuen Sänger und Robert John Lange als Produzenten ein neues Album aufzunehmen. Ende Mai waren die Aufnahmearbeiten bereits beendet. AC/DC flog nach Belgien, wo ihre Tour Ende Juli starten würde, und gab dort am 1. Juli 1980 ein „Test“-Konzert, der erste Auftritt von Brian Johnson. Doch alle Sorgen der Band waren unbegründet, die Fans begrüßten Brian Johnson gebührend und waren begeistert. Auch wenn einige die bluesigere Seite von AC/DC seit dem Tod von Bon Scott vermissen, waren sie doch auch von Brian Johnsons außergewöhnlicher Stimme überrascht und begeistert.

Ende Juli 1980 kam dann das im April/Mai produzierte Werk „Back In Black“ auf den Markt. Ein Meilenstein. Das Cover nur in schwarz gehalten, enthält es 10 der kraftvollsten AC/DC-Songs aller Zeiten. „Back In Black“, „Shoot To Thrill“ oder „You Shook Me All Night Long“ werden ergänzt vom genialen Opener „Hells Bells“, der das Album mit Glockenschlägen eröffnet. Keine andere Band hatte so etwas zuvor verwendet. Und bis heute hält sich die große „Hells Bell“ als Markenzeichen für AC/DC-Liveshows. Bis heute wurde dieses Album sensationelle 42 Millionen Mal verkauft, das meistverkaufte Hard-Rock-Album aller Zeiten, das 2.-meist verkaufte Album der Musikgeschichte. Mit diesem Album war auch in den Staaten der Durchbruch endgültig erreicht. Bis heute ging es allein in den USA 19 Millionen Mal über den Ladentisch.

Nachdem der Erfolg in den Staaten nun endlich auch erreicht war, entschloss sich die Band, das Album „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ von 1976 nun auch in den USA zu veröffentlichen. Das Album wurde während der ersten Welttournee von AC/DC als Headliner veröffentlicht, die 1980/81 stattfand.

Nach der Tour, die im August 1981 endete, enterte die Band sofort wieder das Studio, diesmal in Paris, um den Nachfolger von „Back In Black“ aufzunehmen. Und im November 1981 veröffentlichte AC/DC - erneut mit John Lange als Produzenten - „For Those About To Rock (We Salute You)“. Mit dem Titeltrack enthält es ein weiteres Unikum in der Musikgeschichte, bei diesem Song wird mit Kanonen geschossen, was sich - genau wie bei Hells Bells die Glocke - als ein unverkennbares Markenzeichen der Liveshows bewährt hat. Außerdem enthält die CD Songs wie „Put The Finger On You“ oder „C.O.D“, die weniger Rock’n’Roll sind als der Vorgänger, sondern im Vergleich zu „Back In Black“ relativ ruhige Songs. Vielleicht war dies auch der Grund, warum dieses Album nicht mehr den Erfolg feierte, wie der Vorgänger es tat. Die Verkaufszahlen gingen zurück, und so befand sich die Band das ganze Jahr 1982 auf Tour, um das Album zu unterstützen.

Im Jahr 1983, als die Band auf den Bahamas bereits das nächste Album einspielte, entschied sich der Drummer Phil Rudd zum Ausstieg. Ihm wurde der Stress zu groß und er wollte sich einen Traum erfüllen (nämlich eine Helicopter-Firma zu gründen, was er dann auch gemacht hat). Da aber so gut wie alle Drumparts schon eingespielt waren, bleibt auf „Flick Of The Switch“ noch der Sound von Phil Rudds Schlagzeug erhalten. Phil Rudd wurde durch den Engländer Simon Wright ersetzt (Dieser trommelt mittlerweile wieder woanders, nämlich bei Dio). Im August 1983 wurde „Flick Of The Switch“ veröffentlicht. Dieses Album wurde erstmals von AC/DC selbst produziert. Der Sound ist schlicht, Songs wie „Flick Of The Switch“, „Nervous Shakedown“ oder „Bedlam in Belgium“ sind guter Rock, aber dennoch gingen die Verkaufszahlen enorm zurück. Auch auf der folgenden Welttournee waren nur wenige Konzerte ausverkauft. Die Band hatte sich die Messlatte mit „Back In Black“ und „For Those About To Rock“ hoch gelegt, und erreichte sie jetzt ganz offensichtlich nicht mehr.


1984-1993

Auf den australischen LPs „High Voltage”, „TNT“ und „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“ sind einige Songs zu finden, die außerhalb Australien und Neuseeland noch auf keinem Album Platz gefunden haben. 1984 veröffentlichte AC/DC das Album „’74 Jailbreak EP“, das 5 Songs enthält. „Jailbreak“, „You Ain’t Got A Hold On Me“, „Show Business“, „Soul Stripper“ und „Baby Please Don’t Go“ füllen dieses Album. Leider ist diese Platte etwas kurz geraten, obwohl die Idee sehr gut war. Wer Wert auf diese Songs legt, sollte sich besser die oben genannten australischen Alben zulegen.

Im Juni 1985 kam dann die nächste Platte auf den Markt, „Fly On The Wall“. „Fly On The Wall“ oder „Sink The Pink“ sind die nennenswertesten Songs des Albums, das über weite Strecken nicht dem gewohnten Niveau entspricht, wie schon der Vorgänger „Flick Of The Switch“ (1983). Allerdings erhält dieses Album den „most underrated song“ von AC/DC, nämlich „Back In Business“, der das Zeug zu einem Klassiker hätte, eigentlich nur unter Insidern bekannt ist. Trotzdem ist die Produktion, wiederum von AC/DC selbst, nicht gelungen. Der Sound des Albums ist mäßig, was wohl auch viele Fans vom Kaufen des Albums und auch vom Besuchen der Konzerte abgehalten hat. Wieder waren die Konzerte selten ausverkauft und die Verkaufszahlen niedrig. Doch die Band bewies Durchhaltevermögen und kam bald wieder auf die Füße.

Nach einigen Jahren, in denen der Erfolg sichtbar ausblieb, gelang AC/DC 1986 mit „Who Made Who“ ein Comeback, zumindest in die Medienwelt. Das im Mai 1986 veröffentlichte Album enthält „Who Made Who“ und zwei Instrumentaltracks als neue Songs, der Rest ist ein Best-Of-Album mit Songs aus den Alben „Back In Black“, „For Those About To Rock“ und „Dirty Deeds Done Dirt Cheap“. Das Album diente als Soundtrack für den Stephen King-Film „Maximum Overdrive“. (Stephen King ist einer der prominentesten Fans von AC/DC) Doch vor allem das dem Album gleichnamige Video weckte erneut das Interesse der Medien. Die Videos von „Who Made Who“ und „You Shook Me All Night Long“ wurden wieder öfter auf MTV gespielt. Die anschließende Tour fand zwar nur in den Staaten statt, war aber bereits wieder erfolgreicher als die beiden vorhergehenden.

Im Jahr 1987 wurde überhaupt nicht getourt, stattdessen verbrachten AC/DC das Jahr in Frankreich, um dort wieder ein neues Album aufzunehmen. Man entschied sich wieder für Harry Vanda und George Young als Produzenten, da mit ihnen schon beim vorherigen Album der Erfolg zurückgekehrt war. Im Januar 1988 war es dann soweit: „Blow Up Your Video“ kam auf den Markt. Dieses Album ist AC/DC pur. „Heatseeker“, „That’s the way I wanna rock’n’roll“ oder „Meanstreak“ sind einfach nur Rock’n’Roll. Die anschließende - erstmals seit 1981 wieder ausverkaufte - Welttournee führte AC/DC auch das erste Mal seit 7 Jahren wieder zurück nach Australien.

Ende 1988 endete die Tour, und im Jahr 1989 wurde es wieder still um AC/DC. Das einzige nennenswerte Ereignis, wenn man so will, war der Ausstieg von Simon Wright im November 1989, der bei Dio einstieg und dort heute noch trommelt. Statt ihm wurde Chris Slade in die Band geholt, der früher bei Uriah Heep am Schlagzeug saß.

Mit dem neuen Drummer ging es wieder ins Studio, angespornt von dem wiederkehrenden Erfolg durch „Blow Up Your Video“. Hinter den Reglern saß diesmal wieder ein neuer Produzent, nämlich Bruce Fairbairn. Im September 1990 waren die Aufnahmearbeiten beendet, und „The Razors Edge“ kam in die Studios. Mit Songs wie „Thunderstruck“, „Are You Ready“ oder „Moneytalks“ kehrte das Interesse der Medien zurück, und eine neue Generation von AC/DC-Fans war geboren. Auf MTV wurden Videos wie „Thunderstruck“ wieder öfters gespielt und auch im Radio hörte man wieder mehr von AC/DC.

Der Erfolg des Albums spiegelt sich auch in den Zahlen der Tour wieder. 153 Shows in über 23 Ländern. Und wie man es früher bereits gewohnt, fanden zu den meisten Konzerten auch wieder Menschenmassen, die nicht selten die 100.000er Marke überschritten. So auch im legendären Konzert in Castle Donington, das 1992 als CD veröffentlicht wurde. „Live“ gibt es entweder als eine CD, auf der nur die Klassiker zu hören sind, oder als „Collectors Edition“ mit allen 23 Songs von „Thunderstruck“ über „The Jack“ und „Highway To Hell“ bis zum grandiosen Finale „For Those About To Rock“, bei dem 5 Minuten lang Kanonenschläge zu hören sind. Damit haben AC/DC auch bewiesen, dass sie auch live zu den größten Bands der Musikgeschichte gehören. Während dieser Tour spielte die Band auch ihr größtes Konzert, vor 600.000 Leuten auf dem Tushino Airfield in Moskau, mit Metallica und Pantera.

Im Jahr 1993 kam der Film „Last Action Hero“ mit Arnold Schwarzenegger in die Kinos. Dazu wurde ein Soundtrack veröffentlicht, der auch einen AC/DC-Song enthält, nämlich „Big Gun“. AC/DC veröffentlichte auch eine Maxi Single mit diesem Track und zwei Live-Songs. Diese CD wurde von Rick Rubin produziert.


1994-2003

Zur Freude der meisten Fans fand 1994 ein Urgestein den Weg zurück in die Band. Phil Rudd hatte anscheinend genug von seinem Leben ohne Musik und ohne AC/DC. Als er sich zurückmeldete, wurde er mit offenen Armen wieder aufgenommen.

Dass Phil „Groove“ Rudd wieder in der Band war, hörte man im neuen Album ganz deutlich. Von Rick Rubin produziert und in Los Angeles aufgenommen, erschien Ballbreaker im September 1995. Songs wie „Hard As A Rock“, längst auch ein Live-Klassiker, „Hail Caesar“ oder „Ballbreaker“, bei dem Brian Johnsons Stimme so gut klingt wie selten zuvor, untermauern den Erfolg von AC/DC. Bei der anschließenden Tour wurde eine Show wie nie zuvor geboten. Mit Abrissbirnen bei „Ballbreaker“, Riesenpuppen bei „Whole Lotta Rosie“ und meterhohen Flammen bei „Highway To Hell“ bewiesen AC/DC erneut ihre Stellung als eine der besten Live-Bands. 1996 spielten sie vor 80.000 Leuten in Madrid in Spanien, dieses Konzert wurde als Video und DVD noch im gleichen Jahr veröffentlicht.

Im Jahr 1997, 18 Jahre nach Bon Scotts Tod wurde ein Boxset mit dem Namen Bonfire veröffentlicht. (Dieses hat nichts mit der Band Bonfire zu tun.) Dieses Set enthält 5 CDs: Die erste CD heißt „Volts“ und enthält unveröffentlichte Tracks von AC/DC mit Bon Scott. Die zweite CD enthält das Konzert „Live from the Atlantic Studios“ und enthält 8 Livetracks. CD 3 und 4 enthalten das Konzert von 1979 in Paris, von dem bereits ein Video veröffentlicht wurde. CD 5 ist Back In Black, in meinen Augen eine unverschämte Kommerz-Idee, da Back In Black absolut nichts mit Bon Scott zu tun hat.

1998 und 1999 sind in der AC/DC Biographie nicht erwähnenswert, da sich die Band in dieser Zeit sehr zurückgezogen hat. Erst im Jahr 2000, 5 Jahre nach dem letzten Studioalbum, kam „Stiff Upper Lip“ auf den Markt. Songs wie „Stiff Upper Lip“, „Hold Me Back“, „Satellite Blues“ oder „Give it up“ zeigen, dass AC/DC noch immer ihren „Hard Rock Blues“ beherrschen. Auch dass George Young das Album produziert hat, trug sicher zur Qualität des Albums bei. Anschließend ging es auf Tour, und 2001 wurde das Konzert „Stiff Upper Lip Live“, in München aufgenommen und als DVD und Video veröffentlicht. Diese DVD ist um einiges besser gelungen als die vorhergehende, vor allem wegen der Soundqualität. Im Jahr 2001 wurde auch eine erweiterte Version von Stiff Upper Lip veröffentlicht, die einige Live-Tracks enthält.

Nachdem man im Jahr 2002 wieder nichts von AC/DC gehört hatte, war es eine Überraschung, im Januar 2003 Angus und Malcolm Young auf der Bühne der Rolling Stones in Sydney zu sehen und dort „Rock Me Baby“ zu spielen. Im Februar 2003 fand in New York die schon lang verdiente Aufnahme AC/DCs in die „Rock’n’Roll Hall of Fame“ statt. Und mit Konzerten im Sommer, sei es in Clubs vor 1000 Leuten oder als Vorband der Rolling Stones, oder gar vor 450.000 Leuten in Toronto, auf dem Benefizkonzert für die SARS-Opfer, bewiesen sie aufs Neue, dass AC/DC lebt, und dass die Rockmusik lebt.

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