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Konzert Review: AC/DC - Düsseldorf - ISS Dome / 07.03.2009

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Veröffentlicht am Dienstag 10 März 2009 19:52:29 von madrebel
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AC/DC 07.03.2009 / Düsseldorf – ISS Dome

Zwölf Minuten und ausverkauft. So schnell ging es, als nach der im Spätherbst des vergangenen Jahres angekündigten Deutschlandtour von AC/DC die Tickets in den Verkauf gingen. Absoluter Fabelrekord und ein beweis dafür, wie populär die Australier noch immer sind. Nun, das letzte Album lag acht Jahre und die letzte Tour (übrigens als Support der „Rolling Stones“) lag fünf Jahre zurück.
So waren die Fans dementsprechend hungrig und stürzten sich wie ausgehungerte Wölfe auf die Ticketportale.
Nun war es also soweit. 12500 Fans machten sich auf den Weg in den Düsseldorfer ISS Dome und machten schon im Vorfeld gut Stimmung. Die üblichen Ticketmarder waren natürlich auch vor Ort, man kann ja versuchen noch abzuzocken. Die Fans feierten im Vorfeld und harrten der Dinge die dort kommen würden. 
Der Einlaß ging recht zügig voran und erstmal ein Blick auf die Merchandisingprodukte. T-Shirts für 25€, Langarm für 30€. Poster, Patches und anderer Kleinkram für einen Zehner und der totale Verkaufsschlager, batteriebetriebene AC/DC-Blinkteufelshörner  ebenfalls für einen Zehner. Ja, es wurde reichlich verkauft.
Vorher noch ein Bier. Heidewitzka, 4€ für einen Becher Bier, oder auch Wasser, Cola, Fanta. Die Hallengastronomen hörten heute die Glocken läuten.
Nun, als erstes standen die schottischen Hardrocknewcomer „The Answer“ auf der Bühne, die mit gutem und erdigem Hardrock durchaus ein passender Einheizer waren und auch für viel Achtungsapplaus sorgten. Nach knappen vierzig Minuten war dann aber auch schon alles vorüber und die Ungeduld begann. Angus, Angus und AC/DC Rufe wechselten sich ab, einige stimmten schon ihre Luftgitarren, letzte Biere wurden geholt und dann gegen Neun ging es los. Das Hallenlicht erlosch, die Halle jubelte und es ging los. Via Zeichentrickanimation startete der Rock´n´Roll Train, der die begeisterten Fans Richtung Konzert transportierte, während es sich im Privatabteil Brian Johnson mit Rosie gut gehen lässt. Angus Young als Teufel sorgte für die Geschwindigkeit, indem er den Kohleofen der Lok immer mehr anheizte und auch die beiden gutgebauten Damen im Top und Mini konnten dann den Zug nicht aufhalten. Die Lok wurde immer schneller, knallt mit lautem Getöse und vielen Explosionen durch die Wand, bleibt auf der Bühne stehen, die Jungs springen aus dem Zug und ein knapp zweistündiges Hardrockinferno der Spitzenklasse nahm seinen Anfang. Beginnend mit „Rock´n´Roll Train“ nahm ein fantastisches Konzert seinen Anfang, welches nur mit Höhepunkten gespickt war. Das man danach mit „Hell ain´t a bad Place to be“ eine alte Granate auspackte, freute insbesondere die ganz alte Fraktion. Und so ging es Schlag auf Schlag weiter. „Dirty Deeds done Dirt cheap“, „Back in Black“, das selten gehörte „Shot down in Flames“, welches verdammt gut ankam und auch das unvermeidliche „Thunderstruck“ wurden abgefeiert, als ob es kein Morgen gäbe. Brian Johnson war verdammt gut bei Stimme, und mit einem lächeln und ruppigem Charme hatte er das Publikum immer im Griff. Aber auch Bandliebling und Kultgitarrist „Angus Young“ wusste, wie er mit dem Publikum umzugehen hatte. Besonders seine obligatorische Stripnummer, dieses Mal bei „The Jack“ wusste wie immer zu begeistern. Und wenn bei „Whole lotta Rosie“ die alte Rosie die Lok im Takt reitet, kann echt nichts mehr danebengehen. Zwischenzeitlich ein langes Solo von Angus, in der sich der kleine Wirbelwind völlig verausgabte, was will man mehr? Ganz einfach. Noch mehr „AC/DC“. Und das bekam man. Mit „Let there be rock“ wurde es noch einmal richtig heiß und die Zugaben ließen nicht lange auf sich warten. Und ohne „Highway to Hell“ kann man wohl kein Konzert spielen und so jubelten alt und jung, dem wohl populärsten Song der Aussies zu. Und auch wenn er in der Konserve totgenudelt ist. Frisch zubereitet schmeckt er doch immer wieder.
Mit „For Those About To Rock (We Salute You)” und siebzehn Kanonenschüssen verabschiedete sich “AC/DC” dann nach knapp zwei Stunden von der Bühne und hinterließen ein durchgeschwitztes, aber glückliches Publikum.
Und wenn man diese zwei Stunden im Nachhinein Revue passieren lässt, möchte man einfach die Zeit zurückdrehen. Denn diese alten Männer legen bis zum heutigen Tage eine Spiellust an den Tag, von dem sich viele andere eine Scheibe abschneiden können. Hier wird der Rock´n´Roll nicht nur zelebriert. Nein, er wird ehrlich gearbeitet und das kommt einfach gut rüber. Und auch wenn Phil Rudd hier und da ein paar Timingprobleme hatte, ein Cliff Williams meistens auf einen Flecken stehen blieb. Völlig egal. Die fünf alten australischen Recken beweisen immer wieder aufs Neue, das sie verdammt viel Spaß an dem haben, was sie machen und das spürt man einfach. Und genau das machte dieses Konzert zu einem absolut ehrlichen, denkwürdigen und großartigen Abend.

P.S: Wo Licht ist, gibt es aber auch Schatten. Unfreundliche Ordner in den Rängen, die Fans, die sich in der Umbaupause kurz hinsetzten anblaffen, sie sollen sofort aufstehen. Leuten, die länger als 20 Sekunden auf der Treppe standen, ruppig klarmachten, sich da wegzubewegen und manchem Raucher die Zigarette rüde aus dem Mund reißen. So etwas ist stillos, unfreundlich und anmaßend. Und wenn drei Minuten vor Konzertende, die Putzkräfte, mit Besen und Wischmop bewaffnete auf den Treppen Spalier stehen, kommt der Eindruck auf, das man doch bitte sofort nach Konzertende zügig aus der Halle zu verschwinden hat. Ein sehr irritierendes und abwertendes Verhalten, dem Besucher gegenüber. So etwas ist nicht in Ordnung.
Trotzdem, dieses Konzert entschädigte in jeder Form für das Fehlverhalten der Hallenmitarbeiter.

Fazit: Hoffentlich bleibt uns allen diese Band noch sehr lange erhalten.

Setlist:

  1. Rock N' Roll Train 
  2. Hell Ain't A Bad Place To Be 
  3. Back In Black 
  4. Dirty Deeds Done Dirt Cheap
  5. Big Jack
  6. Shot Down in Flames 
  7. Thunderstruck 
  8. Black Ice 
  9. The Jack
  10. Hells Bells 
  11. Shoot To Thrill 
  12. War Machine 
  13. Anything Goes 
  14. You Shook Me All Night Long 
  15. T.N.T. 
  16. Whole Lotta Rosie
  17. Let There Be Rock 
  18. Encore:
  19. Highway To Hell
  20. For Those About To Rock (We Salute You)


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