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Konzert Review: A Weekend out with Tankard!!!

Veröffentlicht am Dienstag 13 Dezember 2005 00:17:53 von madrebel
phpnuke.gifErbarme, zu spät, die Hesse komme. Vor vielen Jahren sang eine Frankfurter Combo namens Rodgau Monotones diesen Hit und diese Aussage passt nun mal auch wie die Faust aufs Auge bei den alten Frankfurter Thrashrabauken von Tankard, die für zwei Gigs in das schöne Rheinland einfielen.










A Weekend out with the Boys!!!


Erbarme, zu spät, die Hesse komme. Vor vielen Jahren sang eine Frankfurter Combo namens Rodgau Monotones diesen Hit und diese Aussage passt nun mal auch wie die Faust aufs Auge bei den alten Frankfurter Thrashrabauken von Tankard, die für zwei Gigs in das schöne Rheinland einfielen.
Der erste Gig fand in Köln statt,wo man das letzte Mal vor 15 Jahren aufgetreten war. Nun, der Gig fand im Underground statt und wurde supported von den Niederländern Outburst und den Aachenern Scornage.
Outburst begann pünktlich gegen 20.00h und hatten einen absoluten Dreckssound. Der Sound war übelst, die Drums rumpelten lustig vor sich hin und auch der Rest nervte so was von dermassen ab, dass ich mich in den Nebenraum verzog, um der WM-Gruppenauslosung beizuwohnen. Da aber einige Leute so lautstark forderten, Heidi Klum möge sich endlich ausziehen, was in einer Fernsehübertragung wohl kaum passieren wird, zog ich es vor weiter der Musik zu lauschen. Am Sound hatte sich nichts geändert. Nunja, schade.
Scornage waren da am heutigen Tag besser drauf. Geiler Death/Thrash, der an diesem Abend echt gut abging. Die Jungs wurden auch gut abgefeiert und das scheint auch wohl daran zu liegen, dass die Jungs desöfteren live präsent sind. Gefiel mir heute.
Kurze Umbaupause und endlich war es soweit, Intro, und das Underground wurde zum Hexenkessel. Knapp 150 Mosher gingen ab wie Zunder und feierten die Frankfurter nach allen Regeln der Kunst ab. Da Tankard nur 75 Minuten Spielzeit hatten,fasste sich Gerre selbst bei seinen kultigen Ansagen recht kurz und man ballerte nur Hits raus. Jede Nummer wurde gierig aufgenommen und als man zum Ende hin das obligatorische „Empty Tankard“ wie ein Kotelette in die Menge warf, kam man sich vor,als wäre man in einem Becken ausgehungerter Piranhas gelandet. Nunja, der Kollege, der mir zwischenzeitlich das Bier versehentlich aus der Hand schlug,freundlicherweise ersetzte er es, war dementsprechend auch ausser Rand und Band und schien seinen Spaß zu haben. Auch die Clique, mit der ich dort war, feierte die Jungs tierisch ab.
Anekdote am Rande. Auf meine Frage an Manager Buffo, wie es Gerre geschafft hat so schnell abzunehmen, sagte er nur „Weight Watchers“. Hmm, gute Idee, ob ich das auch mal probieren sollte? Was meint ihr?
Auf jeden Fall war der Gig der Bembelbrüder saugeil und das Publikum dementsprechend verschwitzt und zufrieden.
Das meine Kollegen sich dann festquatschten,ich mich alleine nach Hause verzog,musste ja nach Düsseldorf zurück, und ich tierisch ich Schwein hatte bei der U-Bahn Kontrolle. Tja, scheinbar muss das VRR-Ticket dem Kölner Ticket ähnlich sehen. Ab dann nach einer halbstündigen Wartezeit, einem sauteuren Becher Kaffe, 1,50€ für einen Minibecher,Frechheit, einer langen Fahrzeit mit der Bimmelbahn, inkl. Trost einer Sitznachbarin(sehr hübsch dabei),die ihre stockbesoffene beste Freundin nach Hause geleitete und dem überraschenden Treffen auf meine Meute, die irgendwie es anders geschafft hatten, ging es in mein warmes Bett. Tja, Folgen waren, ich Trottel hatte mir die Nummer der Dame nicht besorgt,argh und kam am anderen Morgen zwei Stunden zu spät zur Arbeit.

Tag zwei der Hesseninvasion brach an. Dieses Mal in Aachen, wo man das letzte Mal vor 16 Jahren zockte. Tja, nach knapp anderthalb Stunden Bahnfahrt holte mich Schorsch vom Bahnhof ab, erst mal ging es zu ihm wo ich seinen Bruder wiedertraf und seine sympathische Mutter kennenlernte.
Nach zwei Bieren ging es dann via Taxi Richtung Musikbunker. Der Musikbunker ist ein ehemaliger Schutzbunker aus dem zweiten Weltkrieg, indem heute Proberäume sind,allerdings auch Discotheken- Und Konzertveranstaltungen abgehalten werden. Das geile ist, man kann laut sein ohne Ende. Draußen hört man nichts. Geile Sache. Perfekt für Metal oder Punk.
Der Laden füllte sich langsam und 10€ für vier Bands sind auch recht fair, muss man zugeben. Bierpreise waren okay. 2€ für eine 0,3 Ltr. Flasche Kölsch oder Pils, da kann man nicht meckern. Auch ansonsten wirkte der Bunker trotz der Kühle im Gang, recht gemütlich.
Pünktlich um halb neun gab es dann ein abgefahrenes Horrorintro, aufeinmal lautstarkes Motorsägengeheule und vier vollkommen blutverschmierte Irre rannten auf die Bühne. Der Sänger daneben im OP-Hemd, von oben bis unten versaut und auch die anderen sahen recht abgemurkst aus. Ganz geil der glatzköpfige Bassist, dem sogar Fleischfetzen aus dem Gesicht hingen. Ob Buffo ihm ihm sein Gesicht gefurzt hat, fragte ich den Schorsch. War aber wohl doch nur Maske, da Herr Buffo erst gegen halb zehn aus Frankfurt kam.
Der Vierer/Fünfer,heute ohne Bass, nennt sich „Torment of Souls“, kommt aus der Eifel und spielt recht abwechslungsreichen, stimmungsvollen und oldschooligen Death Metal. Die Truppe machte echt Spaß, hatte oberkultige Ansagen, und der sogenannte „Scheiss die Wand an,Bär“ kam verdammt gut an. Und auch die Geschichten des Fronters wirkten saukomisch. Dazu war die Musik echt der Hammer. Sollte man sich mal anschauen. Geiler Gig.
„I am Locutus of Borg. Resistance is futile, in Begleitung dieses Intros betraten auch heute “Outburst” die Bühne und gingen von Anfang an ab, wie eine Granate. Um Längen besser als am Vortag, zog man alle Register seines Könnens und knallte eine Granate nach der anderen in die Menge. Und auch wenn es manchmal arg frickelig klang und der Sänger durchaus wie eine Todesbleikopie vom „Rage-Peavey“ klingt, es war klasse. Die Jungs sind fit und wirkten auch sehr sympathisch und spielfreudig. Tolle Truppe.
„Scornage“ nervten mich dann persönlich durch ihre ellenlange Umbaupause und den unendlichen Soundcheck. Nunja, irgendwann ging es dann los und die Aachener Lokalmatadore wurden abgefeiert ohne Ende. Leider waren die Jungs im Gegensatz zum Vortag nicht so prall, wirkten recht eintönig und irgendwie fehlte ein Funke der nicht überspringen wollte. An sich eine geile Band, aber irgendwie war es heute nicht so prall.
Schade eigentlich,die Truppe kann was.
Jetzt wurde es aber Zeit für „Tankard“. Und der Gig am heutigen Abend toppte den Kölner um Längen. Unendlich viel Spielfreude, ein trotz Erkältung top aufgelegter Gerre, Frank Thorwarth grinste ununterbrochen. Eine wahre Frohnatur vor dem Herrn und auch der Rest schien richtggehend Spaß zu haben. Und auch heute knallte man sämtliche Hits raus, man dürfte sie kennen, deswegen halte ich eine Aufzählung für müßig. Die Ansagen konnten mal wieder einiges, Insbesondere der Moment, indem ein knüppelhackedichter Enddreissiger die Bühne betrat, irgendwas in das Mikro lallte, Gerre ihm das Mikro entzog und er doch noch mal in das Mikro sprach. „Ich will die Jungs noch mal hören“. Trockene Aussage von Gerre:“Und da behaupte noch mal einer,wir hätten kein intellektuelles Publikum“.
Der Rest des Gigs ging inklusive Massenbierbauchparade und weiteren Knallern der Bandgeschichte weiter bis es auch heute mit „Empty Tankard“ zum großen Finale ging. Die Menge pogte und moshte nochmals wie wild und mit der Schlußmelodie von „Ein Fall für zwei“ endete dieser geniale Konzertabend im Aachener Musikbunker.
Nach ein,zwei Absackern verließ man dann den Bunker, ging noch was essen und die Nacht war vorbei. Ein spaßiges Wochenende, was wirklich seinesgleichen sucht und sich total gelohnt hat.
Ein nettes Frühstück, ein leckeres Mittagmahl und ein Printengrosseinkauf beendeten dann ein cooles Tankardweekend. Hat echt Spaß gemacht.
In diesem Sinne, „Freibier für alle, sonst gibt’s Krawalle.“

madrebel


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