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Konzert Review: 25 Jahre Holy Moses and Guests Aachen

Veröffentlicht am Dienstag 12 Dezember 2006 21:42:41 von madrebel
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25 Jahre Holy Moses + Guests / Aachen Saalbau Rothe Erde

Das die Show für eine DVD mitgeschnitten wurde, passte dann noch mal zusätzlich und wenn man das alles schon mal macht, kann man auch gleichzeitig das 25jährige Jubiläum der ältesten Metalkneipe Aachens feiern, die sich da Schlüsselloch schimpft.

Nun, der Wirt eröffnte dann auch den Abend mit einer kurzen Ansage und dann betraten auch schon „Wretched“ die Bühne. Die Jungs spielten angenehmen und ruhigen Hardrock. Zwar nicht besonders spektakulär, aber stimmungsvoll und gekonnt. Der eine oder andere war zwar ein wenig gelangweilt von der Performance der im Misfits-Style geschminkten Jungs, aber mussten trotzdem zugeben, dass die Truppe einen guten Job machte. Ob das verbrennen einer Banknote bei „Burn your Money“ notwendig war, sei allerdings dahingestellt. Ich hätte es eher versoffen. Ein guter Gig.

„Vanadium“ hatten sich extra für diesen Gig reformiert und schienen im lokalen Bereich nicht unbekannt gewesen zu sein. Zumindest wurde die Truppe, die eine sehr coole Frontfrau und auch einen guten Fronter in ihren Reihen hatte, megaderbst abgefeiert und ließen showtechnisch auch nichts anbrennen. Mönche mit brennenden Kreuzen, coole Lightshow, ein wenig Feuer hier und a. Kam echt cool. Das der Oldschoolmetal der Truppe auch noch derbe Arsch trat, braucht man hier nicht zu erwähnen. Ein erster Höhepunkt eines coolen Konzertabends.

Und noch eine einmalige Reunion für diesen Abend. „Axe La Chapelle“, aus der u.a. Uli Kusch hervorgegangen sind, spielten auf und auch die Truppe machte richtig Stimmung. Megakultig als erstes Frontmann Harry Krieger der sich kürzlich den Fuss brach und deswegen im Ohrensessel auf der Bühne Platz nahm. Das wirkte so abgefahren und skurril, dass er für mich jetzt schon die coolste Sau des Jahres ist.
Die Truppe hatte so was von Spaß an dem Gig, dass man sich dem nicht entziehen konnte und verursachte dabei eine solch positive Stimmung, dass der halbe Saal tobte. Schade das dies nur einmalig war, so was kann man ruhig öfters sehen. Nichtsdestotrotz ein würdiger Anheizer und für mich die zweitbeste Band des Abends.

Kurzes Intro, Peng und sie waren da. Holy Moses kamen auf die Bühne, grüssten das Publikum und legten direkt los. Mit einer unglaublichen Spiellaune und verdammt guter Laune präsentierten sich die Aachener Kultthrasher, hinterließen so manch erstauntes Gesicht und brachten eine Energie zutage, von der sich so manche Band mal was abschneiden kann.
Sabina Claassen, in Kutte, die Glaubwürdigkeit der metallenen Frontfrau in Person, hatte unglaublich viel Spaß, war nur am lachen und grinsen, heizte dem Publikum ein und ließ sich abfeiern. Aber auch der Rest der Band wusste die positive Stimmung für sich zu nutzen.
Das episodenhafte abspielen alter Klassiker sämtlicher Platten kam dazu unglaublich gut an. Der Gig war sehr energiegeladen und brachte den ganzen Saal zum toben.
Vom Fanclub wurde noch eine eingerahmte Widmung an die Band überreicht, die Sabina Claassen sichtlich gerührt annahm.
Zum Schluß gab es noch ein Duett mit dem Gerre von „Tankard“, die gemeinsam mit einigen Stagedivern „Too drunk to fuck“ zum Besten gaben. Danach gab es dann noch eine nette Einlage mit dem Aachener Lied und damit war der Abend auch schon wieder vorbei.
Abschließend sei nur zu sagen, dass dies ein sehr cooler Konzertabend war und jeder, der es verpasst hat, ist zu bemitleiden. Großer Abend !!!

madrebel

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