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CD Review: Ministry - Houses of the Mole

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Veröffentlicht am Montag 21 Juni 2004 21:52:30 von madrebel
Nur knappe 1,5 Jahre nach dem Release von “Animositisomina“ haut uns der texanische Chaot “Al Jourgensen“ den nächsten Knaller in die Anlagen. Zwar war nach dem Ausstieg von “Paul Barker“ die Frage berechtigt ob man noch ein gutes Album ohne ihn aufnehmen konnte. Jedoch bleibt da nur zu sagen, daß diese Sorgen unberechtigt sind. Denn um eines direkt zu sagen, “Houses of the Mole“ ist ein Album was sich von Anfang an in jede Gehirnwindung reinfräst und seine Spuren hinterlässt.












01. No “W”
02. Waiting
03. Worthless
04. Wrong
05. Warp City
06. WTV
07. World
08. WKYJ
09. Worm
23. Psalm 23
69. Walrus


Mayan Records


Nur knappe 1,5 Jahre nach dem Release von “Animositisomina“ haut uns der texanische Chaot }“Al Jourgensen“ den nächsten Knaller in die Anlagen. Zwar war nach dem Ausstieg von “Paul Barker“ die Frage berechtigt ob man noch ein gutes Album ohne ihn aufnehmen konnte. Und es bleibt da nur zu sagen, daß diese Sorgen unberechtigt sind. Jedoch um eines direkt zu sagen, “Houses of the Mole“ ist ein Album was sich von Anfang an in jede Gehirnwindung reinfräst und seine Spuren hinterlässt.
Es beginnt mit der Melodie von “Oh, Fortuna“ um dann in einem gnadenlosen Industrialgewitter alles niederzuwalzen, was sich einem in den Weg stellt. “No W“ heißt diese Nummer, die auch Sprachsamples vom US-Präsidenten enthält. Das gesamplete “We´re fighting evil“ und andere Samples dieser Art machen diese Nummer zu einem der wohl härtesten und intensivsten Songs seit langem. Im übrigen gibt es ihn noch als “Psalm 23“, der dann mit der amerikanischen Nationalhymne beginnt und nicht minder heftig ausfällt.
Auch “WTV“ ist ein mehr als nur verstörender Song. Die Nummer ist garniert mit Werbeaussagen, Nachrichtenpropaganda, Politreden und alles wirkt vollkommen wirr und bizarr zusammengewürfelt und hegt einen doch zum nachdenken an.
Und so zieht es sich durch das ganze Album. Al´s Stimme durch den Verzerrer gejagt, wild eingestreute Samples, derb eingespielte Drums, verzerrte Gitarrenriffs. Und dieses alles aberwitzig und dennoch passend zusammengemischt. Vielen mag das zu konfus und wirr erscheinen. Jedoch macht es das erst wirklich passend. Und genau so soll es auch sein. Härte, Aggressivität in Reinkultur und das in seiner radikalsten Form. “Houses of the Mole“ ist ein einziger musikalischer Wutausbruch und dies legt sich in jedem Song dar.
Thematisch geht es um die derzeitigen Politauswüchse der USA, was ein thematischer Brückenschlag zum Götterwerk“Psalm 69“ darstellt. Denn heute wie auch damals war ein Bush am Werk und sowohl damals wie auch heute war eben der Vater und heute der Sohn die Zielscheibe dieser extremen musikalischen Kritik. Und genau gegen diese Politik brüllt sich Mastermind “Al Jourgensen“ die Seele aus dem Leib.
“Houses of the Mole“ ist das härteste und radikalste Album der Texaner seit“Psalm 69“ und dürfte in Kürze den wohl gleichen Kultstatus erlangen.
Dieses Album ist schlicht und einfach gesagt, ein ganz großes Kunstwerk.
Prädikat: Absolut empfehlenswert !!!

madrebel


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